Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore): Therapie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (14. Februar 2017)

Was tun gegen Mundgeruch? Die Behandlung von Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore) richtet sich in erster Linie nach dem Auslöser der Beschwerden. Und dieser liegt in den meisten Fällen im Mund-, Nasen- oder Rachenraum.

Eine umfassende Zahnsanierung bildet dabei oft die notwendige Grundlage der Therapie. Der Zahnarzt behandelt beispielsweise gegebenenfalls vorliegende Erkrankungen des Zahnhalteapparats (Parodontopathie-Behandlung).

Häufig ist Mundgeruch auf eine erhöhte Bakterienzahl im Mundraum zurückzuführen. Die richtige Mundhygiene ist daher ein wichtiger Baustein zur Behandlung. Die sorgfältige und regelmäßige Mundpflege durch Zahnbürste, Zahnseide und Zungenschaber trägt maßgeblich dazu bei, unangenehme Gerüche dauerhaft zu beseitigen. Zusätzlich können Sie vorübergehend antibakterielle Mundspülungen verwenden, um gegen die Bakterien vorzugehen.

Ist mangelnde Zahnpflege die Ursache für schlechte Atemluft, können Sie selbst einiges gegen den Mundgeruch tun:

  • Achten Sie auf eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege!
  • Reinigen Sie auch Ihre Zunge, denn hier bilden sich rasch Beläge. Zur Zungenreinigung eignen sich spezielle Bürsten und Zungenschaber.
  • Im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung reinigt eine Fachkraft Ihre Zähne von Zahnbelag und oberflächlichen Verfärbungen, anschließend glättet sie die Zahnoberfläche, damit sich Bakterien nicht so leicht dort anheften können. Mit einer fluoridhaltigen Substanz wird danach der Zahnschmelz gestärkt.
Zahnärzte in ihrer Praxis: Gegen Mundgeruch kann oft schon ein Besuch beim Zahnarzt helfen. © Jupiterimages/iStockphoto

Meist eine wirksame Therapie: Gegen Mundgeruch kann oft schon ein Besuch beim Zahnarzt helfen.

Falls eine bestimmte Erkrankung den Mundgeruch verursacht, ist eine entsprechende Therapie erforderlich. Ist zum Beispiel eine eitrige Bronchitis für den Mundgeruch verantwortlich, bildet sich dieser in der Regel zurück, wenn die Bronchitis abgeklungen ist. Liegt eine sogenannte essenzielle Halitosis vor, bei welcher übelriechende Fettsäuren den Mundgeruch hervorrufen, besteht die Therapie in der Regel aus einer fettarmen Diät mit speziellen Vorgaben.

Was können Sie sonst gegen Mundgeruch tun?

  • Möglicherweise können verschiedene Hausmittel helfen. Dazu gehören zum Beispiel das Kauen von Ingwerwurzeln oder Petersilie. Ob solche Hausmittel aber wirklich zur Therapie von Mundgeruch wirksam sind, ist bislang nicht erwiesen.
  • Zu wenig Speichel kann Mundgeruch fördern. Ihren Speichelfluss können Sie beispielsweise durch das Kauen zuckerfreier Kaugummis oder Äpfel anregen. Zudem sind feste Nahrungsmittel wie Schwarzbrot geeignet, die reichlich gekaut werden müssen. Besonders geruchsintensive Speisen sollten Sie hingegen meiden. Achten Sie auch darauf, ausreichend zu trinken. 

Übrigens: Mundwasser ohne antibakterielle Wirkstoffe wie etwa Chlorhexidin, Pastillen oder zuckerfreie Kaugummis können den unangenehmen Mundgeruch zwar kurzzeitig überdecken, sie bekämpfen jedoch nicht die Ursache des Mundgeruchs. Antibakterielle Wirkstoffe sollten Sie dagegen nicht dauerhaft verwenden. Daher können Mundwasser die Therapie nur unterstützen, den Mundgeruch aber nicht beseitigen.


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