Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore): Symptome

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (14. Februar 2017)

Viele Menschen mit Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore) bemerken an sich selbst keine Symptome. Die Betroffenen werden oft erst dann aufmerksam, wenn sie jemand auf den Mundgeruch hinweist.

Ein übel riechender Atem kann in seiner Ausprägung variieren. Je nachdem, um welche Form des Mundgeruchs es sich handelt, nehmen Außenstehende den unangenehmen Geruch

  • nur aus dem Mund des Betroffenen (Foetor ex ore) oder aber auch
  • über die Ausatemluft durch die Nase wahr (Halitosis).

Ist mangelnde Mundhygiene die Ursache für Mundgeruch, können sich die im Mund- und Rachenraum angesiedelten Bakterien rasch vermehren. Ihre Zersetzungsprodukte – flüchtige Schwefelverbindungen – führen zu einem strengen faulig-ranzigen Geruch.

Die Art des Mundgeruchs kann auf eine eventuell zugrundeliegende Krankheit hinweisen. Einige Beispiele:

  • Geruch nach roher Leber: Personen mit einem Leberkoma – einer schweren Leberfunktionsstörung – können Mundgeruch haben, der an rohe Leber erinnert.
  • Geruch nach Aceton: Bei einer Stoffwechselentgleisung im Rahmen eines Diabetes mellitus riecht die Atemluft nach Aceton. Der  Mundgerich ist dann obstartig, ähnlich fauler Äpfel. Ein süßlicher Geruch, der an gärende Äpfel erinnert, kann auch bei Diphtherie auftreten.
  • Geruch nach Urin: Uringeruch aus dem Mund kann auf eine gestörte Nierenfunktion hinweisen.


Ein grauhaariger Mann betrachtet sich im Spiegel. © Jupiterimages/Fuse

Mundgeruch ist ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie Mundgeruch haben.


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