Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Multiple Sklerose > Umgang mit der Therapie > Verabreichung der Wirkstoffe

Forum

Krankheit – Alltag – Leben

Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Krankheit – Alltag – Leben

Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Umgang mit der Therapie

Verabreichung der Wirkstoffe

Stand: 27. Mai 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Bei der Behandlung von multipler Sklerose (MS) empfiehlt sich ein frühestmöglicher Therapiebeginn. Denn gerade zu Beginn der Erkrankung ist die Entzündungsaktivität am größten. Hat ein erster Schub stattgefunden und konnte die MS mittels Magnetresonanztomographie (MRT) bestätigt werden, wird zunächst eine immunmodulatorische Therapie begonnen. Beta-Interferone werden in Niedrigfrequente-Niedrigdosis- und Hochfrequente-Hochdosis-Präparate eingeteilt. Hochdosis-Hochfrequenz-Präparate weisen eine stärkere Wirkung auf und werden zunehmend auch für die Frühtherapie eingesetzt.

Sollten diese immunmodulatorischen Therapien nicht ausreichend wirken, stehen Wirkstoffe wie Mitoxantron und Natalizumab zur Verfügung. Diese können sich auch nach Therapieversagen der Basistherapeutika positiv auf die Schubrate und die Behinderung bei MS auswirken, können aber auch schwerwiegendere Nebenwirkungen auslösen.

Die Wirkstoffe zur Therapie von multipler Sklerose eignen sich nicht zur Gabe in Tablettenform, da sie verdaut werden würden, bevor sie wirken könnten. Sie werden deshalb unter die Haut (subkutan) gespritzt: Beta-Interferone vom Typ 1a dreimal die Woche, vom Typ 1b jeden zweiten Tag, Glatirameracetat täglich. Außerdem gibt es ein Interferon-beta-Präparat, das einmal wöchentlich in die Muskulatur (intramuskulär) injiziert wird. Die Injektion in den Muskel kann einerseits ein Arzt vornehmen, der MS-Erkrankte kann es jedoch auch selbstständig erlernen. Zum Erlernen des Spritzens werden spezielle Schulungen angeboten, an denen auch Angehörige oder Freunde teilnehmen können. Außerdem erleichtern so genannte Injektomaten das selbstständige Spritzen.

Interferon-beta-Präparate wie auch Glatirameracetat dürfen nicht bei allen MS-Betroffenen angewendet werden. Alternativ kommen in solchen speziellen Fällen intravenöse Immunglobuline (IVIG) infrage. Schwere Verläufe beziehungsweise ein kontinuierlich zunehmender Verlauf der multiplen Sklerose werden mit bestimmten Immunsuppressiva (z.B. Azathioprin, Mitoxantron) behandelt.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Umgang mit der Therapie

Das könnte Sie auch interessieren

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose

Erfahren Sie, welche Symptome bei multipler Sklerose auftreten und wie Sie mit der Erkrankung umgehen können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.