Startseite > Krankheiten > Multiple Sklerose > Welche Rechte hat man bei MS auf eine Rente?
Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Krankheit – Alltag – Leben
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 1. Januar 2006Autor: Onmeda-Redaktion
Da jeder Beschäftigte automatisch einer Rentenversicherung angehört, besteht auch für berufstätige Patienten mit multipler Sklerose (MS) ein Anspruch auf Invaliditätsrente, wenn eine schwere Behinderung vorliegt.
Viele MS-Betroffene können ihren Beruf zumindest viele Jahre lang ohne größere Einschränkung weiter ausüben. Oft haben die Kolleginnen und Kollegen ebenso wie der Arbeitgeber Verständnis dafür, dass sie ab und zu rascher ermüden oder ihre körperliche Belastbarkeit vorübergehend abnimmt, was zum Beispiel häufigere Pausen erforderlich macht. Dieses Verständnis beruht nicht zuletzt häufig auf der Erfahrung, dass berufstätige Menschen mit MS ihre Erkrankung im Gegensatz zu manch anderen nicht ausnutzen und sehr zuverlässige Mitarbeiter sind. Die Diagnose einer MS allein ist weder ein Grund für eine dauernde Arbeitsunfähigkeit noch für eine Kündigung oder gar Berentung.
Hauptziel aller Rehabilitationsmaßnahmen ist das Vermeiden ungünstiger Frühberentungen mit einem niedrigen Verrentungsalter und entsprechend niedrigen Renten. Nach wie vor erfolgt bei manchen Betroffenen auf dem Hintergrund tiefgreifender Ängste über den weiteren Verlauf und teilweise überholter Einschätzungen der Sozialversicherungsträger bereits im ersten Krankheitsjahr eine "Panik"-Berentung. Eine bei Frauen im Vergleich zu Männern etwa doppelt so häufige Frühberentung erklärt sich dabei auch aus der verständlichen Besorgnis Betroffener, mit ihrer MS nicht mehr der Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Haushalt gerecht werden zu können. Schon weil die Höhe der Rente überwiegend von den eingezahlten Beiträgen abhängt, stellt eine vorzeitige Berentung kein erstrebenswertes Ziel dar. Auch bei einer reduzierten Belastungsfähigkeit ist ein Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit oft höher als eine Rente.
Untersuchungen von im ersten Krankheitsjahr erfolgten Berentungen haben ergeben, dass diese rückblickend nur ausnahmsweise (etwa bei 20%) begründet waren. Gegen einen zu frühen beruflichen Rückzug spricht neben der größeren ökonomischen Unabhängigkeit unter anderem auch ein häufig günstiger Effekt von Arbeit und Beruf auf das Selbstwertgefühl.
Erfahren Sie, welche Symptome bei multipler Sklerose auftreten und wie Sie mit der Erkrankung umgehen können. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.