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Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose (MS): Therapie

Stand: 13. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn Sie eine multiple Sklerose (MS) haben, ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Therapie zu beginnen. Das Ziel der Behandlung besteht darin, die zugrunde liegenden entzündlichen Prozesse zu verringern. Eine vollständige Heilung der multiplen Sklerose ist jedoch nicht möglich.

Bei der gegen multiple Sklerose eingesetzten Therapie unterscheidet man die drei folgenden Behandlungen:

  • Schubtherapie: Behandlung eines akuten Schubs
  • Basistherapie: Dauerbehandlung, die das Fortschreiten der multiplen Sklerose hemmen soll
  • symptomatische Therapie: Behandlung der durch multiple Sklerose bedingten Symptome

Schubtherapie

Multiple Sklerose (MS) verläuft meist in Schüben. Die Therapie während eines Schubs zielt darauf ab, die mit dem Schub verbundenen Symptome zu bekämpfen. Die bei dieser Schubtherapie eingesetzten Medikamente dienen im Wesentlichen dazu, die Prozesse des Immunsystems günstig zu beeinflussen.

Bei einem akuten Multiple-Sklerose-Schub können Ihnen, je nach Schwere, hoch dosierte Entzündungshemmer (Glukokortikoide) helfen. Ein akuter Schub macht sich bemerkbar, wenn bisher unbekannte Beschwerden auftreten, frühere Symptome wiederkehren oder diese sich mindestens 48 Stunden lang verstärken. Bei einer Hochdosis-Schubtherapie bekommen Sie Kortison (z.B. Methylprednisolon) drei bis fünf Tage in die Venen gespritzt und nehmen es unter Umständen anschließend etwa zehn Tage lang in zunehmend geringerer Dosis als Tabletten ein. Die Beschwerden und auch die ihnen zugrunde liegenden Entzündungsherde gehen rascher wieder zurück. Durch die zeitliche Begrenzung der Therapie fallen die sonst unangenehmen Nebenwirkungen von Kortison deutlich milder aus: Herzklopfen, Heißhunger, Unruhe oder Schlafstörungen sind bei der Kortison-Stoßtherapie zunehmend seltener.

Die Wirksamkeit einer solchen Kortison-Therapie bei einem akuten Multiple-Sklerose-Schub ist allerdings von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Ist Kortison zur Schubtherapie unwirksam, besteht die Möglichkeit, den Multiple-Sklerose-Schub in spezialisierten Zentren mit einer Plasmapherese zu behandeln, bei der man das Blutplasma aus Ihrem Blut herausfiltert und gegen eine Ersatzlösung austauscht.

Weiterlesen: Multiple Sklerose (MS): Therapie – Basistherapie

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