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Multiple Sklerose (MS)Multiple Sklerose (MS): DiagnoseStand: 13. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Verdacht auf eine multiple Sklerose (MS) besteht der erste Schritt zur Diagnose darin, die Vorgeschichte zu erfassen (Anamnese) und das Nervensystem der Betroffenen zu untersuchen. Dabei ist es für die Diagnose wichtig, zu prüfen, ob die vorliegenden Anzeichen die Kriterien erfüllen, die einen Multiple-Sklerose-Schub definieren. Ein Schub liegt vor, wenn die Symptome:
Durch die neurologische Untersuchung ist es beispielsweise möglich, Hirnnerven auf ihre Funktion zu prüfen sowie Empfindungen, Reflexe und Muskelkraft zu testen. Mithilfe einer Skala lässt sich der Grad der vorliegenden Einschränkungen einschätzen. Es folgen weitere Untersuchungen, um die Diagnose einer multiplen Sklerose zu sichern. Unter anderem erfolgt eine Untersuchung der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquorpunktion). Hierbei sind entzündliche Veränderungen im zentralen Nervensystem (ZNS: Gehirn und Rückenmark) feststellbar: Wenn solche Veränderungen vorliegen, sind die gemessenen Werte für bestimmte Abwehrzellen und Antikörper krankhaft erhöht. Da dies auch für andere entzündliche Erkrankungen des Nervensystems gilt (z.B. für die Hirnhautentzündung), kommen bei Verdacht auf multiple Sklerose zusätzlich noch andere Verfahren zum Einsatz, um die Diagnose zu sichern: Nervenimpulse, die als Reaktion auf einen bestimmten, vorgegebenen Seh- oder Hörreiz entstehen, kann man mit der Elektroenzephalographie (EEG) messen. Anhand dieser sogenannten evozierten Potenziale (evozieren = hervorrufen) kann der Arzt erkennen, ob die Leitfähigkeit in einem Seh- oder Hörnerv gestört ist. Liegt eine multiple Sklerose vor, können diese Potenziale charakteristische Veränderungen zeigen. So ist die Reaktion auf zum Beispiel Lichtblitze oder Klicklaute verzögert. Einen hohen Stellenwert für den Nachweis der multiplen Sklerose hat die Magnetresonanztomographie (MRT). Hier sind bereits frühzeitig die krankhaft veränderten Entzündungsherde erkennbar, die für multiple Sklerose charakteristisch sind – schon bevor Symptome auftreten. Im Vergleich zu dieser Untersuchung ist die Computertomographie (CT) bei der MS-Diagnose wesentlich weniger aussagekräftig. Weiterlesen: Multiple Sklerose (MS): Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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