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Multiple Sklerose (MS)Zerstörung der MarkscheidenStand: 13. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Eine multiple Sklerose (MS) ist mit Entzündungen in Gehirn und Rückenmark verbunden. Dies führt zu einer Zerstörung der Markscheiden und der Oligodendrozyten der Nervenfasern. Nervenfasern (Axone) leiten Befehle und Reize von den Gehirnzellen an die verschiedenen Regionen des Körpers und umgekehrt. Die Nervenfasern sind von einer Hülle aus Fetten und Eiweißen umgeben – den Markscheiden, auch Myelinscheiden genannt. Bei Letzteren handelt es sich um Fortsätze spezieller Zellen – der sogenannten Oligodendrozyten. Markscheiden verlaufen nicht durchgehend über die gesamte Nervenfaser, sondern sind von Einschnürungen unterbrochen. Eine in die Nervenfaser geleitete Erregung springt von Schnürring zu Schnürring und ist so schneller als wenn sie die Nervenfaser stetig durchlaufen würde. Befindet sich die multiple Sklerose im frühen Stadium, sind die Markscheiden zunächst an bestimmten Stellen entzündet. Unter Umständen können sich diese Entzündungen zurückbilden. Meist jedoch zerfallen die Markscheiden an den betroffenen Stellen, woraufhin Narbengewebe sie ersetzt. Das Gewebe zeigt eine krankhafte Verhärtung, die sogenannte Sklerosierung. Die einzelnen betroffenen Stellen, auch Plaques genannt, sind unterschiedlich groß und wahllos über das zentrale Nervensystem verteilt. Besonders häufig finden sie sich an den Sehnerven, im Hirnstamm, im Kleinhirn und an den Hintersträngen des Rückenmarks. An den beschädigten Stellen der Markscheiden ist die Weiterleitung der Erregung gestört. Auch die Nervenfasern selbst sind mehr oder weniger stark geschädigt. Eine ungehinderte Weiterleitung der elektrischen Impulse zwischen den verschiedenen Nerven- und Körperzellen (z.B. Muskelzellen) ist nicht mehr möglich. Daher kann multiple Sklerose Störungen der Körperbewegungen (Motorik) und der Körperempfindungen (Sensorik) sowie verschiedene andere Symptome zur Folge haben. Weiterlesen: Multiple Sklerose (MS): Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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