Startseite > Krankheiten > MRSA-Infektion > Vorbeugen
Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen können einer MRSA-Ausbreitung größtenteils vorbeugen, indem sie bestimmte Hygienemaßnahmen einhalten. Desinfektion von Händen und Gegenständen sowie der Gebrauch von Einmalhandschuhen verringern die Weiterverbreitung der MRSA-Bakterien.
Nach einer behandelten Infektion durch den methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) werden im Krankenhaus liegende Personen im Allgemeinen nach Hause entlassen. Häufig liegt zu diesem Zeitpunkt noch eine Besiedelung mit MRSA vor, die aber ohne Symptome bleibt.
Familienmitglieder müssen sich in diesem Fall keine Sorgen machen, sich anzustecken und durch MRSA zu erkranken. Die Ansteckungsgefahr ist für gesunde Menschen sehr niedrig. Durch Küssen oder enge Körperkontakte kann es aber zu einer vorübergehenden Besiedlung der Familienmitglieder kommen, die meist ohne Symptome vorübergeht.
Allerdings sollten Familienmitglieder mit offenen Wunden oder Verletzungen der Haut Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Das gilt auch für Personen, die anfällig für Infektionen mit Staphylococcus aureus sind, wie zum Beispiel Diabetiker oder dialysepflichtige Personen. In solchen Fällen sollte der behandelte MRSA-Erkrankte bis zu seiner vollständigen MRSA-Sanierung räumlich von anderen getrennt bleiben.
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