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Morbus Sudeck (CRPS I)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. April 2015)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Morbus Sudeck (CRPS I) ist eine schmerzhafte Erkrankung einer oder mehrerer Gliedmaßen, die meist infolge von Verletzungen (wie Knochenbrüchen, Prellungen oder Operationen) entsteht – warum, ist unbekannt. Dabei ist immer mindestens ein Gelenk betroffen.

Morbus Sudeck bedeutet Sudeck-Krankheit. Die Abkürzung CRPS I steht für die englische Bezeichnung Complex Regional Pain Syndrome I (komplexes regionales Schmerzsyndrom I) und weist auf das wichtigste Merkmal von Morbus Sudeck hin: starke Schmerzen in der betroffenen Gliedmaße.

Überwiegend tritt CRPS I an Hand, Unterarm, Fuß oder Unterschenkel auf. Neben den Schmerzen sind in der Anfangsphase von Morbus Sudeck folgende Symptome typisch:

  • Schwellung (Ödem)
  • gerötete Haut
  • überwärmtes Gelenk
  • eingeschränkte Gelenkfunktion

Obwohl diese Symptome als klassische Entzündungszeichen gelten, sind die Entzündungswerte im Blut beim Morbus Sudeck nicht erhöht. Weitere mögliche Anzeichen für ein CRPS Typ 1 sind zum Beispiel:

Mit der Zeit versteift sich das Gelenk; Haut, Sehnen und Muskeln schrumpfen. Dies führt im Endstadium von Morbus Sudeck zum Funktionsverlust des betroffenen Körperteils. Daher ist es ratsam, CRPS I frühzeitig zu behandeln. Wenn die Maßnahmen gegen Morbus Sudeck angemessen sind (d.h. das Syndrom nicht verstärken), ist mit einem günstigen Verlauf zu rechnen: In dem Fall gelingt es zu etwa 85 Prozent, den Morbus Sudeck zu heilen.

Um Morbus Sudeck zu behandeln, sind Medikamente, physikalische Maßnahmen und eine Ergotherapie geeignet Bewährt haben sich außerdem verhaltenstherapeutische Maßnahmen, um zum Beispiel dem Schmerzgedächtnis entgegenzuwirken und die Angst vor den Schmerzen zu überwinden. Die Behandlung von CRPS I zielt darauf ab, die Beweglichkeit der betroffenen Gliedmaße zu verbessern. Solange noch Ruheschmerzen und Schwellungen bestehen, ist es jedoch ratsam, diese vorrangig zu behandeln (durch Schmerzmittel, Hochlagern des Gelenks und Entstauung der Schwellung).



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