Morbus Sudeck (CRPS I): Ursachen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. April 2015)

Worin der Morbus Sudeck (CRPS I) seine Ursachen hat, ist bisher nicht geklärt. In den meisten Fällen tritt ein komplexes regionales Schmerzsyndrom nach einer – oft geringfügigen – Verletzung oder nach einer Operation auf. Mögliche Auslöser sind:

Wie stark der Morbus Sudeck ausgeprägt ist, steht aber nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Schwere der auslösenden äußeren Einwirkung. Anders als beim CRPS II ist beim CRPS I auch keine deutliche Nervenverletzung festzustellen. In vielen Fällen war die betroffene Gliedmaße vor dem Auftreten des Morbus Sudeck über längere Zeit ruhig gestellt. Vermutlich entsteht das CRPS I durch eine gestörte Schmerzweiterleitung im zentralen Nervensystem (ZNS, d.h. Gehirn und Rückenmark), die eine überschießende Reaktion des Sympathikus (eines Teils des nicht vom Willen beeinflussbaren Nervensystems) zur Folge hat.

Womöglich spielen bei Morbus Sudeck auch seelische (psychische) Faktoren als Ursachen eine Rolle: Menschen mit CRPS I zeigen häufig bestimmte psychische Symptome wie Depressionen, Ängste und Gefühlsschwankungen (emotionale Labilität). Außerdem finden sich im Vorfeld der Erkrankung häufig belastende Ereignisse:

  • Bei Erwachsenen sind dies beispielsweise Todesfälle, Krankheiten sowie finanzielle oder berufliche Schwierigkeiten.
  • Bei Kindern kommen die Trennung von Bezugspersonen, instabile Familienverhältnisse, aber auch alltäglichere Schwierigkeiten wie Probleme in der Schule als Auslöser von Morbus Sudeck infrage.

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