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Morbus Sudeck (CRPS I): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Februar 2014)

Bei Morbus Sudeck (CRPS I) ist die Therapie überwiegend auf die Symptome ausgerichtet. Wirksam gegen Morbus Sudeck ist eine Kombination aus Ergotherapie, Medikamenten, physikalischen und auch psychotherapeutischen Maßnahmen. Ziel ist es, die Schmerzen unter Kontrolle zu halten und die Beweglichkeit der betroffenen Extremität zu verbessern. Dabei ist es ratsam, die Morbus-Sudeck-Behandlung in folgende Phasen zu gliedern, deren Maßnahmen sich vorrangig auf ein Ziel konzentrieren:

  1. Behandlung von Ruheschmerzen und Schwellungen: Wichtigste Maßnahmen in dieser Phase sind Schmerzmittel und Entlastung (d.h. Gelenk hoch lagern und Schwellung entstauen). Von schmerzverstärkenden Maßnahmen wie Wärmebehandlung ist in dieser Phase abzuraten.
  2. Behandlung der Bewegungsschmerzen: In dieser Phase besteht die Morbus-Sudeck-Therapie vor allem darin, die Nerven- und Gelenkfunktion schrittweise zu aktivieren. Dabei tritt die Schmerzbehandlung langsam in den Hintergrund.
  3. Behandlung der Bewegungs- und Gefühlsstörungen: Wichtigste Maßnahmen in dieser Phase der CRPS-Therapie sind die Wiederherstellung der Gelenkfunktionen sowie eventuell eine Psychotherapie. Auf Schmerzmittel kann man nun oft weitgehend verzichten.

Nicht-medikamentöse Therapie

Bei Morbus Sudeck (CRPS I) kommt die Therapie nicht ohne Medikamente aus. Dennoch sind nicht-medikamentöse Maßnahmen ein wichtiger Teil der Therapie: Sie zielen unter anderem darauf ab, die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke zu verbessern oder aufrechtzuerhalten. Für die nicht-medikamentöse Morbus-Sudeck-Therapie bieten sich folgende Maßnahmen an:

Auch verhaltenstherapeutische Verfahren sind ein wertvoller Bestandteil der nicht-medikamentösen Morbus-Sudeck-Therapie: Die Maßnahmen sollen zum Beispiel Veränderungen im Gehirn entgegenwirken, die infolge der Schmerzen entstanden sind (wie dem Schmerzgedächtnis), und Ihnen helfen, die Angst vor den Schmerzen zu überwinden. Bewährt hat sich der frühzeitige Einsatz folgender Methoden:

  • Spiegeltherapie und Bewegungslernen (engl.: motor learning): Hierbei spiegeln Sie die nicht-betroffene Extremität so, dass sie optisch an die Stelle der betroffenen Extremität rückt, um eine Illusion von zwei gesunden Extremitäten zu erhalten. Dann können Sie zum Beispiel das Links-rechts-Erkennen üben und sich Bewegungen vorstellen. Es empfiehlt sich, die Übungen über einen Zeitraum von 6 Wochen etwa 10-mal täglich (jeweils 10 Minuten lang) zu wiederholen.
  • Abgestufte Schmerzexposition (engl.: graded exposure): Hier besprechen Sie zunächst Schritt für Schritt angstauslösende Situationen wie schmerzhafte Bewegungen; nach dieser Schulungsphase beginnen Sie langsam mit aktiven Bewegungen, wobei Sie die Schmerzen ignorieren. Es ist ratsam, dieses Verfahren 10 Wochen lang ohne Unterbrechungen anzuwenden.

Ob und inwieweit diese Maßnahmen gegen Morbus Sudeck helfen, hängt in hohem Maß von Ihnen selbst ab: Die nicht-medikamentöse CRPS-Therapie kann nur dann Erfolge erzielen, wenn Sie aktiv mitmachen!






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