Morbus Sudeck (CRPS I): Diagnose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. April 2015)

Beim Morbus Sudeck (CRPS I) basiert die Diagnose in erster Linie auf der körperlichen Untersuchung und der Krankengeschichte (sog. Anamnese): Erste Hinweise auf ein komplexes regionales Schmerzsyndrom vom Typ 1 ergeben sich, wenn Entzündungszeichen im Bereich des betroffenen Gelenks – also

  • Schmerzen,
  • Schwellung (Ödem),
  • gerötete Haut,
  • Überwärmung sowie
  • Funktionseinschränkung des betroffenen Gelenks

– vorliegen, obwohl bei der Blutuntersuchung keine Entzündungswerte im Blut zu finden sind. Wenn den Beschwerden zum Beispiel eine Verletzung, Operation oder Ruhigstellung der Gliedmaße vorausging, erhärtet dies den Verdacht auf Morbus Sudeck. Um CRPS I zu diagnostizieren, können zudem folgende Tests hilfreich sein:

  • Thermographie: Die Messung der Wärmeabgabe von der Körperoberfläche zeigt, ob die für Morbus Sudeck typische abnorme Veränderung der Wärmeabgabe vorliegt.
  • Bildgebende Verfahren: Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) können Knochenentkalkungen (Osteoporose) zeigen, aber auch andere Schmerzursachen ausschließen.
  • Drei-Phasen-Szintigraphie: Diese nuklearmedizinische Untersuchung auf eine erhöhte Durchblutung ist ein wichtiges Mittel, um Morbus Sudeck frühzeitig zu diagnostizieren.

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