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Morbus Scheuermann

(Stand: 30. April 2009)

Der Morbus Scheuermann ist eine vorwiegend bei männlichen Jugendlichen vorkommende Erkrankung der Wirbelsäule. Sie ist durch Wachstumsstörungen der Wirbelkörper und die Bildung von Keilwirbeln bedingt.

Typisch für die Erkrankung ist die Ausbildung eines Rundrückens im Bereich der Brustwirbelsäule. Die Wachstumsstörungen der Wirbelkörper haben vielfältige Ursachen, die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken können. Man unterscheidet dabei zwischen inneren (endogenen) Faktoren, wie etwa genetischen Faktoren oder hormonellen Veränderungen, und äußeren (exogenen) Faktoren, wie beispielsweise Fehlbelastungen der Wirbelsäule.

Beschwerden, insbesondere Schmerzen, treten meist erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium auf. Der Verdacht, dass ein Morbus Scheuermann vorliegt, entsteht hauptsächlich aufgrund der Ausbildung eines Rundrückens. Die Diagnose wird anhand einer ärztlichen Untersuchung sowie einer Röntgenaufnahme der Wirbelsäule gestellt. Die Therapie reicht von krankengymnastischen Übungen über die Anwendung von Stützkorsetts bis hin zu Operationen, die allerdings eher die Ausnahme bilden. Die Prognose des Morbus Scheuermann ist insgesamt gut.

Weiterlesen: Morbus Scheuermann: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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