Morbus Osler: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

Bei Morbus Osler hängt der Verlauf davon ab, welche Veränderung an der Erbanlage für die Erbkrankheit verantwortlich ist und welche Organe betroffen sind: Bei einer Schädigung des als ALK-1 bezeichneten Gens verläuft die Gefäßerkrankung insgesamt milder als bei einem geschädigten Endoglin-Gen (da bei Letzterem z.B. die Wahrscheinlichkeit von Gefäßveränderungen der Lunge höher ist).

Die Prognose von Morbus Osler ist günstiger und die durchschnittliche Lebenserwartung entsprechend höher, wenn in der Lunge oder im Gehirn keine Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen vorliegen.

Komplikationen

Wenn bei Morbus Osler im weiteren Verlauf massive Blutungen auftreten, kann dies zu verschiedenen Komplikationen führen: So lösen Blutungen im Gehirn Schlaganfälle aus. Durch Gefäßkurzschlüsse in der Lunge können Gerinnsel und Bakterien in das Gehirn gelangen und ebenfalls Schlaganfälle sowie Hirneiterungen (Abszesse) hervorrufen.

Ausgedehnte arterio-venöse Kurzschlussverbindungen können (v.a., wenn sie in Lunge und Leber entstehen) zur Überbelastung des Herzens führen, woraus sich wiederum eine Herzinsuffizienz entwickeln kann. Zudem können die arterio-venösen Fehlbildungen, die bei 5 bis 20 Prozent der Menschen mit Morbus Osler zu finden sind, zu besonders massiven Blutungen in den betroffenen Organen führen.


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