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Morbus Osler

Organbefall

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die für Morbus Osler typischen Symptome können jedes Organ betreffen. Ein Organbefall der Nieren beziehungsweise der ableitenden Harnwege kann dazu führen, dass der Urin blutig ist. Sind die Augen von der Gefäßerkrankung betroffen, können blutige Tränen auftreten.

Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen (arterio-venöse Kurzschlüsse) treten bei Morbus Osler besonders in der Lunge (etwa bis zu 30%), im Gehirn (bei rund 15%) und im Verdauungstrakt auf. Diese Gefäßkurzschlüsse in inneren Organen verursachen nicht in jedem Fall Beschwerden. Sind sie jedoch groß, ist der Organbefall mit einem besonderen Risiko verbunden: Zum einen können so Blutgerinnsel oder Bakterien ungehindert aus dem Körperkreislauf in das Gehirn gelangen und dort Schlaganfälle oder Entzündungen auslösen. Zum anderen kann die Kurzschlussverbindung das Herz überbelasten.

Führt der Morbus Osler zu Gefäßveränderungen im Gehirn, ist das Risiko für Blutungen und sich daraus ergebende Schlaganfälle besonders hoch. Ein Organbefall der Leber verursacht selten Beschwerden. Liegen jedoch mehrere großvolumige arterio-venöse Kurzschlussverbindungen vor, können dadurch ebenfalls Symptome einer Überbelastung des Herzens auftreten. Ein seltenes Risiko bei Morbus Osler sind mögliche Blutungen der Lungen.

Weiterlesen: Morbus Osler: Diagnose

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