Morbus Osler: Organbefall

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

Die bei Morbus Osler für alle Symptome verantwortlichen Gefäßerweiterungen und -kurzschlüsse können jedes Organ betreffen. Jeder Organbefall wirkt sich allerdings unterschiedlich aus.

Sind die Nieren beziehungsweise die ableitenden Harnwege vom Morbus Osler betroffen, kann sich Blut im Urin befinden. Als Symptome für einen Organbefall der Augen können blutige Tränen auftreten.

Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen (arterio-venöse Kurzschlüsse) treten bei Morbus Osler besonders in der Lunge (etwa bis zu 30%), im Gehirn (bei rund 15%) und im Verdauungstrakt auf. Symptome verursacht dieser Organbefall nicht unbedingt. Große Gefäßkurzschlüsse in inneren Organen bedeuten jedoch ein besonderes Risiko:

  • Zum einen können so Blutgerinnsel oder Bakterien ungehindert aus dem Körperkreislauf ins Gehirn gelangen und dort Schlaganfälle oder Entzündungen auslösen (bei Gefäßveränderungen im Gehirn ist das Risiko für Blutungen und sich daraus ergebende Schlaganfälle besonders hoch; bei Befall der Lungen ist hingegen das Blutungsrisiko gering).
  • Zum anderen kann die Kurzschlussverbindung das Herz überbelasten.

Befällt der Morbus Osler die Leber, sind Beschwerden selten. Wenn durch den Organbefall allerding mehrere großvolumige arterio-venöse Kurzschlussverbindungen entstehen, kann der Morbus Osler so ebenfalls Symptome einer Überbelastung des Herzens auslösen.


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