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Morbus Osler

Blutungen

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die bei Morbus Osler häufigsten Symptome sind Blutungen. Auf dieses Merkmal weist auch die Bezeichnung hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie für die Gefäßkrankheit hin: Hämorrhagie bedeutet Blutung.

Das häufigste Symptom für Morbus Osler ist Nasenbluten: Bei 96 Prozent aller Menschen mit Morbus Osler blutet immer wieder plötzlich die Nase. Gleichzeitig ist Nasenbluten auch meistens das erste Anzeichen für die Blutgefäßerkrankung: In 90 Prozent der Fälle zeigt sich der Morbus Osler zuerst durch eine blutende Nase. Das Nasenbluten beginnt meist während der Pubertät und kann große Ausmaße annehmen. Häufig ist eine Blutarmut (Anämie) die Folge. Durch das ständige Risiko von Blutungen besteht außerdem eine eingeschränkte Lebensqualität.

In bis zu 20 Prozent aller Fälle von Morbus Osler kommt es zu Magen- und Darmblutungen. Diese Symptome treten meist nach dem 40. Lebensjahr auf. Bei starken Blutungen kann der Stuhl teerähnlich aussehen, rote Blutauflagerungen enthalten oder faulig riechen. Die Blutung kann allerdings auch so gering sein, dass sie optisch nicht auffällt. Dauert sie länger an, kann sie infolge des ständigen – wenn auch geringen – Blutverlusts ebenfalls zu einer Blutarmut führen.

Weiterlesen: Morbus Osler: Symptome – Organbefall

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