Morbus Osler: Blutungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

Die für Morbus Osler besonders typischen Symptome sind Blutungen. Auf dieses Merkmal weist auch die Bezeichnung hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie für die Gefäßerkrankung hin: Hämorrhagie bedeutet Blutung.

Am häufigsten macht sich Morbus Osler durch Nasenbluten bemerkbar: Bei 96 Prozent aller Menschen mit dieser Blutgefäßerkrankung blutet immer wieder plötzlich die Nase.
Gleichzeitig ist häufiges Nasenbluten auch meistens das erste Symptom für Morbus Osler: In 90 Prozent der Fälle zeigt sich die Erbkrankheit zuerst durch eine blutende Nase.
Das Nasenbluten beginnt meist während der Pubertät und kann große Ausmaße annehmen. Häufig ist eine Blutarmut (Anämie) die Folge. Durch das ständige Risiko von Blutungen besteht außerdem eine eingeschränkte Lebensqualität.

Seltener (in bis zu 20% der Fälle) kommt es beim Morbus Osler zu Magen- und Darmblutungen: Meist treten diese Blutungen nach dem 40. Lebensjahr auf. Sind sie stark, kann der Stuhl teerähnlich aussehen, rote Blutauflagerungen enthalten oder faulig riechen. Die Blutungen können allerdings auch so gering sein, dass sie optisch nicht auffallen. Dauern sie länger an, können infolge des ständigen – wenn auch geringen – Blutverlusts ebenfalls Symptome einer Blutarmut verursachen.


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