Morbus Osler: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

Bei Morbus Osler gelingt die Diagnose meistens anhand der Krankengeschichte (sog. Anamnese) und der vorliegenden Symptome. Hierbei ist es besonders bedeutend,

  • ob Nasenbluten oder andere Blutungen wiederholt und ohne erkennbaren Grund auftreten und
  • (da Morbus Osler eine Erbkrankheit ist) ob Familienangehörige ebenfalls Symptome der Gefäßerkrankung zeigen.

Bei häufig wiederkehrenden Blutungen kann eine Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob eine Blutarmut (Anämie) vorliegt. Zudem kann der Arzt bei Verdacht auf Morbus Osler durch bildgebende Untersuchungen (wie Ultraschall, Computertomographie, Endoskopie) feststellen, ob innere Organe beteiligt sind: So können bei Morbus Osler zum Beispiel arterio-venöse Missbildungen der Lunge, des Gehirns oder des Magen-Darm-Trakts entstehen.

Um den Morbus Osler sicher zu diagnostizieren, besteht die Möglichkeit, die ursächlichen Veränderungen am Erbgut nachzuweisen: Für diesen Nachweis entnimmt der Arzt Blutproben und lässt sie molekulargenetisch untersuchen.


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