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Morbus OslerMorbus Osler: DefinitionStand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Morbus Osler ist eine Gefäßerkrankung, die durch folgende Fehlbildungen der Blutgefäße gekennzeichnet ist:
Die für Morbus Osler typischen Gefäßerweiterungen treten überwiegend an Haut und Schleimhäuten auf und sind dort als stecknadelkopf- bis reiskorngroße rote Flecken (sog. Teleangiektasien) zu sehen. Sie können praktisch jedes Organ und Gewebe betreffen, finden sich jedoch besonders häufig im Gesicht an Nase und Mund. Sind die inneren Organe von den Gefäßveränderungen betroffen, können die Kurzschlüsse zwischen Arterien und Venen große Ausmaße annehmen und die Kapillaren vollständig verschwunden sein. Solche arterio-venösen Fehlbildungen können beim Morbus Osler in der Lunge, im Gehirn und im Verdauungstrakt auftreten. Da diese Gefäßfehlbildungen erblich bedingt sind, zählt Morbus Osler zu den Erbkrankheiten. Aufgrund der typischen Gefäßfehlbildungen und deren Vererbbarkeit bezeichnet man Morbus Osler auch als hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie beziehungsweise Teleangiectasia haemorrhagica hereditaria (Teleangiectasia = Endgefäßerweiterung, haemorrhagica = Blutung, hereditaria = erblich). Morbus Osler ist nach William Osler (1849 bis 1919) benannt, einem kanadischen Internisten und Pathologen, der die Gefäßkrankheit im Jahr 1901 beschrieb. Da der französische Internist Henri Rendu (1844 bis 1902) die typischen Gefäßveränderungen bereits 1896 veröffentlichte und der britische Arzt Frederick Parkes Weber (1863 bis 1962) später die erblichen Teleangiektasen der Haut und Schleimhaut mit wiederkehrenden Blutungen beschrieb, bezeichnet man das Osler-Syndrom auch als Morbus Rendu-Osler, Morbus Osler-Weber-Rendu oder Osler-Rendu-Weber-Krankheit. HäufigkeitMorbus Osler ist relativ selten; die Angaben zur Häufigkeit schwanken jedoch stark. Jährlich kommt etwa 1 neuer Fall pro 5.000 bis 10.000 Menschen hinzu, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind. Weiterlesen: Morbus Osler: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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