Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom): Verlauf

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. Februar 2016)

Der Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) muss in jedem Fall behandelt werden, da sich die Krebszellen andernfalls immer weiter ausbreiten.

Die gute Nachricht: Morbus Hodgkin zählt zu den Krebserkrankungen bei Erwachsenen, die am besten behandelt werden können. Die meisten Betroffenen werden bei entsprechender Therapie geheilt.

Prognose

Beim Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) hängen Verlauf und Prognose in hohem Maß davon ab, wie sehr sich der Krebs ausgebreitet hat. Je früher man den Krebs entdeckt und entsprechend behandelt, desto günstiger ist auch die Prognose.

Bei über 80 Prozent der Erkrankten ist die Behandlung erfolgreich, in frühen Stadien ist die Heilungsquote noch höher. Der Verlauf der Erkrankung ist jedoch immer individuell und nicht eindeutig vorhersehbar. Voraussetzung für die Heilung ist eine konsequente und individuell angepasste Therapie.

Eine Ärztin spricht mit einem Patienten. © Jupiterimages/iStockphoto

Rechtzeitig erkannt, ist die Prognose von Morbus Hodgkin günstig.

Bei einem Morbus Hodgkin kann es häufig vorkommen, dass nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung – sprich, nach einer vollständigen Rückbildung des Lymphoms – ein Rückfall (Rezidiv) auftritt. Rezidive kommen meist innerhalb der ersten Jahre nach der Ersterkrankung vor. Fünf Jahre nach Ende der Behandlung kommt es nur noch ganz vereinzelt zu einem Rückfall.

Komplikationen

Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) kann im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein. Diese Komplikationen können

  • zum einen durch den Morbus Hodgkin selbst entstehen,
  • zum anderen auch Folge der Therapie sein.

Erkrankungsbedingte Komplikationen hängen in erster Linie davon ab, welche Körperregionen vom Morbus Hodgkin betroffen sind und wie sich die Erkrankung im weiteren Verlauf ausbreitet: Je nachdem, wo die Hodgkin-Lymphome liegen und wie groß sie sind, können sie durch Druck auf benachbarte Strukturen deren Funktion beeinträchtigen.

Eine gegen Morbus Hodgkin eingesetzte Strahlentherapie oder Chemotherapie kann Nebenwirkungen und Komplikationen mit sich bringen, die darauf zurückzuführen sind, dass die Behandlung nicht nur die Krebszellen zerstört, sondern auch gesundes Gewebe schädigt. Auch die Verträglichkeit einer Therapie spielt eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die Nebenwirkungen.

Zu möglichen Nebenwirkungen zählen etwa:

Während manche Nebenwirkungen nur vorübergehender Natur sind, können andere mit dauerhaften Schäden verbunden sein, so zum Beispiel Schäden an der Haut oder ein chronischer Erschöpfungszustand.

Nachsorge

Auch, wenn ein Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) als erfolgreich behandelt gilt, ist es wichtig, regelmäßig den Arzt aufzusuchen und sich untersuchen zu lassen. Das Risiko, dass sich erneut Krebs bildet, ist in den ersten Jahren nach der Behandlung erhöht. Zudem können sich durch die Therapie Folgeschäden entwickeln, die im Rahmen der Nachsorge behandelt werden müssen.

Mithilfe der Nachsorge kann der Arzt

  • frühzeitig feststellen, wenn der Morbus Hodgkin erneut aufgetreten ist (sog. Rezidiv) und eine entsprechende Behandlung einleiten und
  • Folgeschäden, die durch die Therapie entstanden sind, erkennen und behandeln.

Zu möglichen Folgeschäden, die durch Chemotherapie oder Bestrahlung entstehen können, zählen etwa Probleme mit dem Herzen, der Schilddrüse oder der Lunge.

 Man sieht eine Ärztin im Gespräch mit einem Patienten. © Jupiterimages/iStockphoto

Wichtig nach der Therapie von Morbus Hodgkin: die regelmäßige Nachsorge.

Die Nachsorge umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen, die über mehrere Jahre hinweg durchgeführt werden. Der Arzt wird seinen Patienten bei den Terminen befragen, ihn nach geschwollenen Lymphknoten abtasten und ein Blutbild anfertigen. Zudem wird er gegebenenfalls Organe wie die Schilddrüse oder die Lunge untersuchen.

Welche weiteren Untersuchungen nötig sind, hängt unter anderem vom Gesundheitszustand des Patienten ab. So können beispielsweise Verfahren wie

zum Einsatz kommen.


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