Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom): Symptome

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. Februar 2016)

Beim Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) setzen die Symptome typischerweise langsam ein. Schmerzlos vergrößerte Lymphknoten sind oft lange Zeit das einzige Anzeichen.

Grundsätzlich können Lymphknoten in allen Körperregionen vom Krebs befallen sein – in einigen Bereichen treten Lymphknotenschwellungen jedoch besonders häufig auf, so etwa

  • am Hals,
  • im Nacken,
  • in den Achselhöhlen,
  • in der Leistengegend oder
  • hinter dem Brustbein.

Häufig kann der Betroffene die geschwollenen Lymphknoten ertasten. Wenn das Hodgkin-Lymphom aber zuerst Lymphknoten befällt, die von außen nicht zu sehen sind, ist der vergrößerte Lymphknoten nicht tastbar. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich der betroffene Lymphknoten im Bauchraum befindet.

Man sieht eine Ärztin, die einer Frau den Hals abtastet. © Jupiterimages/iStockphoto

Bei Morbus Hodgkin können Lymphknoten vergrößert sein.

Nicht tastbare Lymphknoten können sich auf anderem Wege bemerkbar machen. Morbus Hodgkin kann zum Beispiel mit Reizhusten oder Luftnot einhergehen, wenn ein geschwollener Lymphknoten hinter dem Brustbein auf die Luftröhre drückt. Und Lymphknotenschwellungen im Bauchraum können ein Druckgefühl, Durchfall und Schmerzen verursachen.

Zudem kann ein Hodgkin-Lymphom mit allgemeinen Symptomen einhergehen, die auch im Rahmen vieler anderer Erkrankungen auftreten (sogenannte B-Symptomatik). Der Betroffene

Unspezifische Symptome wie Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust sind zwar eine häufige Begleiterscheinung bei Morbus Hodgkin – sie können aber auch viele andere Ursachen haben. Und auch geschwollene Lymphknoten müssen nicht zwangsläufig bedeuten, dass tatsächlich Morbus Hodgkin vorliegt. Bleiben die Beschwerden länger als zwei Wochen bestehen, ist jedoch ein Arztbesuch ratsam, um die Ursache hierfür abklären zu lassen, denn: Ein früh erkannter und behandelter Morbus Hodgkin hat gute Heilungschancen.

Darüber hinaus können weitere Symptome auf Morbus Hodgkin hinweisen, so zum Beispiel:

In der Regel breitet sich Morbus Hodgkin anfangs von den zuerst befallenen Lymphknoten auf weitere Lymphknoten und die Milz aus. In fortgeschrittenen Erkrankungsstadien kann das Hodgkin-Lymphom über den Blutweg auch auf nicht-lymphatische Organe (z.B. Leber, Knochen) übergehen – und kann somit fast alle Organe des Körpers befallen.

Je nachdem, wie fortgeschritten die Erkrankung ist und welche Region betroffen ist, können im Verlauf weitere Symptome auftreten. So können zum Beispiel Leber und Milz vergrößert sein, und auch das Skelett kann in Mitleidenschaft gezogen werden.


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