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Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom)

Stadieneinteilung

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom) spielt für die Diagnose die Stadieneinteilung nach Ausbreitungsgrad der Erkrankung eine große Rolle: Nach der Ann-Arbor-Klassifikation unterscheidet man vier Stadien, die durch römische Ziffern gekennzeichnet sind. Zusätzlich ist jedes Stadium durch den Buchstaben A oder B kategorisiert: B bedeutet das Vorhandensein der Symptome wie Nachtschweiß, unklares Fieber über 38 Grad Celsius und Gewichtsverlust, A kennzeichnet das Fehlen dieser Symptome.

Stadium I:

  • I: Befall einer einzelnen Lymphknotenregion
  • IE: Einzelner nicht-lymphatischer Herd

Stadium II:

  • II: Befall von zwei oder mehr Lymphknotenregionen auf der gleichen Zwerchfellseite
  • IIE: Einzelner nicht-lymphatischer Herd neben einer oder mehreren Lymphknotenregionen auf der gleichen Zwerchfellseite; die Milz kann bei Befall unterhalb des Zwerchfells mitbeteiligt sein

Stadium III:

  • III: Befall von Lymphknotenregionen auf beiden Zwerchfellseiten
  • IIIS: Milz ist ebenfalls befallen
  • IIIE: Nicht-lymphatischer Bezirk ist ebenfalls befallen
  • IIISE: Milz und nicht-lymphatischer Bezirk sind ebenfalls befallen

Stadium IV:

  • IV: Verstreuter oder örtlich begrenzter Befall von einem oder mehreren nicht-lymphatischen Geweben ( Lunge, Leber, Knochenmark) mit oder ohne Beteiligung von Lymphknoten

(E = extralymphatischer (nicht-lymphatischer) Herd, S = Milz)

Vor allem anhand der mit B gekennzeichneten Symptome (Nachtschweiß, unklares Fieber über 38 Grad Celsius, Gewichtsverlust) sowie kennzeichnender Beschwerden kann der Arzt feststellen, welche Regionen von Morbus Hodgkin betroffen sind. Der Arzt tastet bei der Diagnose Lymphknoten, Leber und Milz ab, um deren Größe zu bestimmen. Da sich auch im Rachen lymphatisches Gewebe befindet, ist es wichtig, diesen ebenfalls zu prüfen.

Zur bildgebenden Diagnostik bei Morbus Hodgkin gehört es in erster Linie, alle Lymphknotenregionen vom Hals über den Brustkorb bis zum Becken mit Ultraschall darzustellen. Zusätzlich kommen eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs und eine Computertomographie (CT) zum Einsatz. Um Hals, Bauch, Becken und Brustbereich zu untersuchen, kann statt der CT auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) erfolgen. Im Blut kann man die Standardparameter bestimmen sowie Leberwerte und Nierenwerte überprüfen. Außerdem ist es möglich, nach eventuell vorhandenen Viren oder anderen Erregern zu suchen. Ab Stadium II B ist es zusätzlich ratsam, das Knochenmark zu untersuchen (mithilfe einer Stanzbiopsie).

Weiterlesen: Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom): Diagnose – Bemessung des Therapierisikos

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