Morbus Dupuytren (Dupuytren-Kontraktur): Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (05. Januar 2017)

Verlauf

Morbus Dupuytren (Dupuytren-Kontraktur) tritt meist bei älteren Menschen auf und entwickelt sich schleichend. Sind anfangs noch keine Bewegungseinschränkungen zu spüren, so verschlechtert sich die Beweglichkeit einer oder mehrerer Finger auf lange Sicht zunehmend. Die Verschlechterungen treten dabei schubweise auf.

Bei Morbus Dupuytren sind in der Regel beide Hände von den Veränderungen betroffen, wobei die Erkrankung nicht an beiden Händen gleich schnell voranschreiten muss. Es können also unterschiedliche Dupuytren-Stadien an den Händen vorliegen.

Unbehandelt nehmen die Bewegungseinschränkungen durch die Dupuytren-Kontraktur immer weiter zu, bis einzelne oder mehrere Finger schließlich nicht mehr gerade gestreckt werden können, sondern permanent gekrümmt sind.

Chirurgische Maßnahmen können bei Morbus Dupuytren im Allgemeinen bereits ab Stadium 1 zum Einsatz kommen. Die Operation soll die Beweglichkeit der Finger wiederherstellen. Manchmal verläuft die Wundheilung nach der OP eher langwierig.

Nach der Operation kommt es häufig zu Rückfällen – insbesondere, wenn Morbus Dupuytren auch bei anderen Familienmitgliedern auftritt.

Ist die Dupuytren-Kontraktur bereits extrem weit fortgeschritten, kann in seltenen Fällen eine Amputation des Fingers erforderlich werden.

Vorbeugen

Bisher sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen Sie Morbus Dupuytren vorbeugen können. Treten bei Ihnen Beschwerden auf, die auf die Erkrankung hindeuten, sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.


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