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Morbus Crohn

Morbus Crohn: Definition

Stand: 19. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Morbus Crohn bezeichnet per Definition eine chronische Entzündung des Magen-Darm-Trakts, die – ebenso wie die chronische Entzündung des Dickdarms namens Colitis ulcerosa – zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zählt. Morbus Crohn ist nicht ansteckend, verläuft meist schubweise und betrifft alle Schichten der Darmwand. Ein akuter Morbus-Crohn-Schub gilt je nach Schweregrad der Entzündungsaktivität als leicht, mäßig oder hoch.

Andere Namen für Morbus Crohn sind:

  • Crohn-Krankheit
  • Enteritis regionalis Crohn
  • Enteritis terminalis
  • Ileitis terminalis
  • narbenbildende Enteritis

Die Benennung des Morbus Crohn geht auf den amerikanischen Arzt Burrill Bernhard Crohn zurück, der die Krankheit (lat.: Morbus) beschrieben hat. Der Name hat demnach nicht mit dem Begriff "chronisch" zu tun.

Befallsmuster

Der Morbus Crohn und die ähnliche Colitis ulcerosa unterscheiden sich in ihrem Befallsmuster: Während die Colitis ulcerosa meist auf den Dickdarm beschränkt bleibt, können beim Morbus Crohn alle Abschnitte des Magen-Darm-Trakts entzündet sein, einschließlich der Speiseröhre. Am häufigsten sind beim Morbus Crohn folgende Stellen betroffen:

  • in etwa 30 Prozent der untere Dünndarmabschnitt (terminales Ileum),
  • in etwa 40 Prozent der Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm (Ileokolon) und
  • in etwa 25 Prozent der Fälle der Dickdarm und Analkanal.

Andere Abschnitte sind eher selten befallen (weniger als 5 Prozent). Morbus Crohn kann gleichzeitig mehrere Darmabschnitte befallen, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind. Mediziner sprechen bei einem solchen Befallsmuster von einem segmentalen, diskontinuierlichen Befall.

Anatomie der Verdauungsorgane
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Weiterlesen: Morbus Crohn: Definition – Häufigkeit

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