Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans): Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. September 2016)

Verlauf

Wie die Krankheit genau verläuft, ist von Person zu Person unterschiedlich: Manchmal können die Gelenke der Gliedmaßen oder innere Organe mitbetroffen sein; teilweise wirkt sich Morbus Bechterew aber nur im Bereich der Wirbelsäule aus.

Dabei löst die Spondylitis ankylosans in einigen Fällen vorwiegend Entzündungsschmerzen aus, die über viele Jahre hinweg in Schüben auftreten können, häufig aber irgendwann ganz verschwinden. In anderen Fällen steht die Versteifung der Wirbelsäulengelenke im Vordergrund, die – vor allem in den ersten 30 Jahren – zunehmend fortschreitet.

Eine vollständige Einsteifung der Wirbelsäule und mögliche Invalidität infolge von Morbus Bechterew ist jedoch selten. Auch im weiteren Verlauf der entzündlich-rheumatischen Erkrankung bleiben die allermeisten Betroffenen erwerbsfähig und können – trotz Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule – ihrem Beruf weiter nachgehen.

Etwa 90 Prozent der Erkrankten sind auch 40 Jahre nach der Diagnosestellung nicht auf fremde Hilfe angewiesen. In manchen Fällen verläuft der Morbus Bechterew sogar so mild, dass er immer unerkannt bleibt.

Nimmt der Morbus Bechterew einen schweren Verlauf, kann es jedoch zu Schädigungen an mitbetroffenen Gelenken und Organen und zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen kommen. Eine Arthritis in den Hüftgelenken kann beispielsweise rasch die Gelenke zerstören und damit schon bei jungen Leuten einen Hüftgelenksersatz nötig machen.

Heilbar ist den Morbus Bechterew nicht. Durch eine geeignete Therapie – vor allem durch regelmäßige Gymnastik im Rahmen einer Physiotherapie – ist es aber in jedem Fall möglich, die Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Achtung:
Menschen mit Morbus Bechterew sind nur eingeschränkt als Blutspender geeignet: Während eines akuten Schubs (d.h. wenn sich die Symptome der Spondylitis ankylosans akut verschlechtern) oder während der Behandlung mit bestimmten Medikamenten (wie NSAR oder Kortisonpräparaten) ist es nicht möglich, Blut zu spenden.

Vorbeugen

Sie können einem Morbus Bechterew zwar generell nicht vorbeugen, allerdings können Sie die Erkrankung positiv beeinflussen: Gezielte gymnastische Übungen unterstützen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und stärken die Rückenmuskulatur.

Wenn Sie also regelmäßig und konsequent gegen die Auswirkungen von Morbus Bechterew mit Gymnastik vorgehen, kann es Ihnen gelingen, die mögliche Einsteifung der Wirbelsäule zu verzögern!


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