Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans): Gymnastik und andere Therapiemaßnahmen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. September 2016)

Bei Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, die Schmerzen zu bekämpfen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten.

Wichtigstes Mittel zur Morbus-Bechterew-Therapie ist eine regelmäßige Krankengymnastik (bzw. Physiotherapie). An zweiter Stelle stehen Medikamente.

Für den Erfolg der Physiotherapie ist es entscheidend, dass sie konsequent stattfindet! Führen Sie die individuell auf Ihren Krankheitszustand abgestimmten Übungen

  • mehrmals pro Woche unter Anleitung
  • und täglich zu Hause aus.

Eventuell ist auch eine stationäre Morbus-Bechterew-Therapie in einer Rheumaklinik hilfreich.

Gegen die Schmerzen sind bei Morbus Bechterew sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR, z.B. Diclofenac, Indometacin usw.) und Kortisonpräparate (Glukokortikoide wie Prednison) geeignet. Daneben kommen bei der medikamentösen Morbus-Bechterew-Therapie sogenannte Basismedikamente zum Einsatz, die den Verlauf der Spondylitis ankylosans beeinflussen: etwa die Wirkstoffe Sulfasalazin oder Methotrexat.

Wenn Sie eine sehr aktive Form von Morbus Bechterew haben, sind zur Therapie zusätzlich Mittel hilfreich, die den entzündungsfördernden Botenstoff TNF-alpha (Tumor-Nekrose-Faktor alpha) hemmen – zum Beispiel der Wirkstoff Golimumab). Diese relativ neue Gruppe biologischer Hemmstoffe mindert die Krankheitsaktivität – und kann so verzögern oder verhindern, dass die Spondylitis ankylosans fortschreitet.

Eine Operation ist eher selten Bestandteil der Morbus-Bechterew-Therapie. Wenn allerdings Ihr Hüftgelenk mitbetroffen ist, benötigen Sie möglicherweise irgendwann als Gelenksersatz ein künstliches Hüftgelenk.


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