Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans): Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. September 2016)

Als Morbus Bechterew oder Spondylitis ankylosans (bzw. ankylosierende Spondylitis) bezeichnet man eine chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen gehört: Hierbei richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen körpereigenes Gewebe, wodurch eine dauerhafte Entzündung entsteht.

Morbus Bechterew kann zwar auch die Gelenke der Arme und Beine, die Sehnen und Sehnenansätze, die Regenbogenhaut der Augen und – seltener – innere Organe betreffen. Vor allem ist beim Morbus Bechterew aber die Wirbelsäule dauerhaft entzündet und kann zunehmend versteifen.

Aus diesem Grund nennt man den Morbus Bechterew auch Spondylitis ankylosans.

  • Eine Spondylitis ist eine Wirbelentzündung
  • ankylosans bedeutet versteifend.

Obwohl die Spondylitis ankylosans eine rheumatische Erkrankung ist, sind bei den Betroffenen im Blut keine Rheumafaktoren festzustellen – sie sind seronegativ. Dieses Merkmal trifft auch auf andere rheumatische Erkrankungen zu, die mit dem Morbus Bechterew mehrere Symptome gemeinsam haben – wie chronische entzündliche Rückenschmerzen und/oder Arthritis der Gelenke der Gliedmaßen. Deshalb fasst man diese Erkrankungen in einer Gruppe namens seronegative Spondylarthropathien oder auch Spondylarthritiden zusammen.

Jede seronegative Spondylarthropathie beziehungsweise Spondylarthritis ist dadurch gekennzeichnet, dass bei den Betroffenen gehäuft ein bestimmtes ErbmerkmalHLA-B27 – vorliegt (daher bezeichnet man sie auch als HLA-B27-assoziierte Spondylarthropathien). Zur Gruppe der seronegativen Spondylarthropathien zählen neben Morbus Bechterew unter anderem:


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst