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Mittelohrentzündung (Otitis media)ForumHNO
Forenexperte: Prof. Dr. Markus Suckfüll
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Mittelohrentzündung (Otitis media)Mittelohrentzündung (Otitis media): TherapieStand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) erfolgt die Behandlung schon oftmals bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion mit Antibiotika. Antibiotika sind jedoch nicht in allen Fällen sinnvoll, da sie leichte Nebenwirkungen wie Durchfall hervorrufen können und Resistenzen von Bakterien begünstigen. Sind Bakterien gegen Antibiotika resistent, erschwert dies eine Behandlung. Der Arzt verschreibt Antibiotika daher vor allem bei Kindern, die jünger als zwei Jahre sind und bei denen entweder beide Ohren entzündet sind und/oder eitriger Ohrenausfluss vorliegt. Auch wenn sich die Entzündung weiter ausbreitet, empfiehlt sich die Gabe von Antibiotika. In anderen Fällen von Mittelohrentzündung rät der Arzt häufig von einer antibiotischen Behandlung ab beziehungsweise er beobachtet zunächst, wie die Entzündung verläuft. So heilt eine Mittelohrentzündung meist spontan und ohne weiteren Komplikationen wieder aus. Ein Arztbesuch ist in jedem Fall notwendig, da der Arzt den Verlauf der Infektion beurteilen und entscheiden kann, welche Therapie angemessen ist. Verschiedene Medikamente und Anwendungen sind bei einer Mittelohrentzündung zur Behandlung sinnvoll. Abschwellende Nasentropfen begünstigen den Flüssigkeitsabfluss und die Belüftung des Mittelohrs. Dagegen sind bei einer Mittelohrentzündung Ohrentropfen zur Behandlung wenig wirksam, da sie das Mittelohr nicht erreichen. Schmerzmittel und Wärmebehandlung (z.B. durch Rotlicht) lindern die Beschwerden. Wenn sich das Trommelfell vorwölbt und spannt oder Komplikationen auftreten, muss es durch eine Operation geöffnet werden (sog. Parazentese). Der HNO-Arzt nimmt diesen Eingriff unter örtlicher Betäubung oder, bei Kindern, in Vollnarkose vor. Eine Beschädigung des Trommelfells im Rahmen der akuten Mittelohrentzündung heilt meist spontan ab. Eine chronische Mittelohrentzündung sowie eine daraus entstehende chronische Knocheneiterung, ein sogenanntes Cholesteatom, erfordern häufig eine Operation. Dabei verschließt der Arzt die defekte Stelle des Trommelfells durch ein Gewebetransplantat (Trommelfellplastik). Hat sich die Entzündung bereits in den angrenzenden Knochen ausgebreitet (Mastoiditis), ist eine umgehende Operation erforderlich, um die entzündeten Stellen zu entfernen. Weiterlesen: Mittelohrentzündung (Otitis media): Therapie – Hausmittel bei Mittelohrentzündung Das könnte Sie auch interessieren
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