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Miller-Dieker-Syndrom (MDS)

Miller-Dieker-Syndrom (MDS): Verlauf

Stand: 29. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Das Miller-Dieker-Syndrom (MDS) kann in Einzelfällen einen weniger schweren Verlauf nehmen: Manche Kinder mit dieser Fehlbildung des Gehirns erreichen – sicherlich nicht zuletzt aufgrund einer intensiven und liebevollen Betreuung – ein erheblich höheres Alter als sechs Monate. Das älteste beobachtete Kind mit Miller-Dieker-Lissenzephalie wurde zehn Jahre alt.

Meistens verläuft das Miller-Dieker-Syndrom jedoch schwer: Etwa die Hälfte der Kinder mit Miller-Dieker-Lissenzephalie haben eine Lebenserwartung von höchstens sechs Lebensmonaten, vor allem bei einem zusätzlichen Herzfehler. Die anderen Kinder sterben meist im Kleinkindalter.

Eltern, die ein Kind mit Miller-Dieker-Syndrom zur Welt gebracht haben, berichten, dass sie das Kind trotz seiner schweren Behinderung als Bereicherung ihres Lebens betrachten beziehungsweise betrachtet haben. Doch 98 Prozent aller Frauen, die ein Kind mit Miller-Dieker-Syndrom erwarten, entschließen sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem Schwangerschaftsabbruch.

Weiterlesen: Miller-Dieker-Syndrom (MDS): Vorbeugen

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