Milcheiweiß­allergie (Kuhmilchallergie) bei Babys und Kindern: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (12. Januar 2016)

Einer Milchallergie (Kuhmilchallergie) können Sie nur begingt vorbeugen, indem Sie das Risiko für die Erkrankung senken. Verzichten Sie bei der Ernährung Ihres Kindes in dessen ersten Lebensmonaten vollständig auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte, besonders, wenn der Kinderarzt ein erhöhtes Risiko für eine Allergie festgestellt hat (bspw. wenn ein Elternteil an Allergien leidet). Später können dann kleine Mengen an Milch in den Speiseplan eingebaut werden.

Am besten für Säuglinge ist es, wenn sie mindestens sechs Monate gestillt werden, davon mindestens vier Monate voll, also ohne andere Lebensmittel zuzufüttern – je länger die Stilldauer, auch später neben der Beikost, desto besser. Beginnen Sie frühestens im 5. Lebensmonat mit der Beikost und führen Sie diese schrittweise ein: Pro Woche können Sie ein weiteres Nahrungsmittel dazunehmen und in den folgenden Tagen schauen, ob Ihr Kind dieses verträgt.

Wenn bei Ihrem Kind ein erhöhtes Risiko besteht, eine Kuhmilchallergie zu entwickeln, Sie aber nicht stillen können oder möchten, greifen Sie auf hydrolysierte Säuglingsersatznahrung zurück, sogenannte Hydrolysatnahrung (HA-Nahrung).

Wenn bereits eine Kuhmilchallergie besteht, können Sie Beschwerden vorbeugen, indem Sie Milch und Milchprodukte meiden. Für Säuglinge steht in diesem Fall Nahrung auf Basis von Aminosäuren (Aminosäuren-Formula) zur Verfügung.

Seit Ende 2014 müssen die 14 häufigsten Allergieauslöser außerdem auf Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Kuhmilchallergiker sollten demnach Lebensmittel meiden, in denen Folgendes enthalten ist:

  • Milch
  • Rahm
  • Joghurt
  • Dickmilch
  • Kefir
  • Quark
  • Käse
  • Kondensmilch
  • Buttermilch
  • saure Sahne
  • Sahne
  • Butter
  • (Lakt-) Albumin
  • Kasein
  • Kaseinat
  • Laktoglobulin
  • Laktose

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst