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Milcheiweißallergie (Kuhmilchallergie) bei Babys und Kindern

Milcheiweißallergie bei Babys und Kindern: Verlauf

Stand: 22. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Milcheiweißallergie (Kuhmilchallergie) hat gerade bei Säuglingen und Kleinkindern meistens einen günstigen Verlauf. Wenn die allergieauslösenden Stoffe (Allergene), also Milcheiweiße, gemieden werden, entwickeln bis zu 80 Prozent der betroffenen Kinder spätestens bis zur Schulzeit, meistens im Lauf des zweiten Lebensjahres, eine spontane Heilung. Diese beruht darauf, dass in dieser Zeit der Magen-Darm-Trakt vollständig ausreift und nicht mehr so anfällig für Allergene ist wie zuvor.

15 Prozent der Kinder entwickeln jedoch eine Persistenz, das heißt, die Milcheiweißallergie bleibt bestehen. Hiervon sind besonders Kinder betroffen, die neben der Kuhmilchallergie noch Asthma oder einen chronischen Schnupfen (Rhinitis) haben.

Bei Kindern mit Milcheiweißallergie besteht außerdem ein erhöhtes Risiko (40-80%), im Laufe der Zeit weitere Allergien, besonders Lebensmittelallergien, zu bekommen.

Um Symptome zu lindern oder ganz zu vermeiden, müssen Kuhmilchallergiker eine spezielle Diät einhalten, die alle Milchprodukte und Lebensmittel, die Milcheiweiße enthalten, ausschließt. Bei Säuglingen ist das relativ einfach: Sie werden gestillt oder erhalten spezielle hydrolysierte Säuglingsnahrung oder eine Nahrung auf Basis von non-allergenen Aminosäuren.

Bei älteren Kindern mit einer Milcheiweißallergie sollte man jedoch wissen, welche Lebensmittel "gut" (+) und welche "schlecht" (-) sind.

+ -
Getränke Wasser, Tee, Obst- und Gemüsesäfte Fruchtsäfte, die Molke enthalten; Instantgetränke
Milch & Milchprodukte extensiv hydrolysierte Ersatznahrung (ehF) oder Nahrungen auf Basis von Aminosäuren(Säuglinge und Kleinkinder); Mandelmilch, Reismilch, Hafermilch; mit Kalzium angereicherte Sojaprodukte (ältere Kinder); Hydrolysatnahrung (Säuglinge und Kleinkinder); hin und wieder verträglich: Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch Kuhmilch und Kuhmilchprodukte; HA-Nahrung (partiell hydroylsiert); Sojanahrungen im 1. Lebensjahr
Fleisch & Fisch alle frischen, gekühlten oder geräucherten Fleisch- und Fischarten Fleisch- und Fisch-Fertiggerichte und -konserven, Salami, Wurst, marinierter Fisch, mariniertes Fleisch
Ei & Fette Eier, Margarinen ohne Milchzusatz (Packungsaufschrift beachten), Speiseöle, Pflanzenfette, Schmalz normale Margarinen, Butter, Butterschmalz, Pfannkuchen, Rührei
Obst & Gemüse Kartoffeln, jedes Obst und Gemüse Pommes frites, Kroketten, Kartoffelfertiggerichte (z.B. Kartoffelpüree, Kartoffelpuffer, Klöße), Gemüse-Fertiggerichte wie Rahm- und Pfannengemüse oder Aufläufe
Getreide & -produkte Reiswaffeln, Getreidemehl, Stärke, Reis, Nudeln, Cornflakes, Salzstangen, Weizengrieß, Weißbrot, Knäckebrot, spezielle milchfreie Backwaren Backwaren, Croissants, Kuchen, Torten, Milchbrötchen, Zwieback, Gebäck, Fertigteige, Backmischungen, Paniermehl, Schokoladenmüsli, Getreide-Fertiggerichte
Anderes Marmelade, Honig, Zuckerrübensirup, Frucht- und Kaugummi, Blockschokolade, Popcorn, milchfreier Ketchup (Packungsaufschrift beachten), Kakaopulver, Sorbet; Gewürze und -mischungen ohne Milchzusatz; milchfreie Puddingpulver, Traubenzucker, Wassereis, milchfreie Kekse Nuss-Nougat-Creme, Schokolade, die meisten Fertigsaucen und Dressings, Mayonnaise, Ketchup, Fertigpizza, Tütensuppen, Gewürze mit Milchzusatz

Tab. 1: gute (+) und schlechte (-) Lebensmittel für Kinder mit Milcheiweißallergie

Weiterlesen: Milcheiweißallergie bei Babys und Kindern: Vorbeugen

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