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Migräne: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Februar 2015)

Neben den eigentlichen Migräne-Ursachen spielen die sogenannten Triggerfaktoren (engl. trigger = Auslöser) eine wichtige Rolle. Trigger sind verschiedenartige Auslöser, die eine Migräneattacke bewirken können. Betroffene verwechseln häufig diese Triggerfaktoren mit den biologischen Migräne-Ursachen. Es sind verschiedene auslösende Triggerfaktoren für Migräneanfälle bekannt, zum Beispiel hormonelle Einflüsse, Stress oder bestimmte Nahrungsmittel. Sehr wahrscheinlich spielen aber weniger einzelne Faktoren eine Rolle bei der Migräne, sondern eher das Zusammenspiel verschiedener Auslöser.

Stress

Typischerweise treten Migräneattacken nicht dann auf, wenn der Stress am größten ist, sondern entweder in der Erwartung des kommenden Stresses oder in der Phase des Entspannens. Die sogenannte "Wochenend-Migräne" setzt also genau dann eine, wenn nach einer anstrengenden Woche die ersehnte Erholung am Wochenende folgt.

Gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus

Der Auslöser einer Migräneattacke kann außerdem ein Wechsel im Schlaf-Wach-Rhythmus sein. Folgende Situationen sind dafür typisch: Die Nacht ist plötzlich kürzer als gewöhnlich, ein unvorhergesehenes "Schläfchen" am Tag oder das Ausschlafen am Wochenende bringen den gewohnten Rhythmus durcheinander.

Ist der Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Takt geraten, kann dies eine Migräne begünstigen. © Jupiterimages/Brand X Pictures

Ist der Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Takt geraten, kann dies eine Migräne begünstigen.

Hormonelle Einflüsse

Auch hormonelle Einflüsse können eine Migräne auslösen. Solche hormonellen Schwankungen sind besonders bei Frauen gegeben und deshalb bei ihnen typische Migräne-Trigger. Viele Betroffene leiden gerade während der Periode oder des Eisprungs unter Migräne. Auch hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder Hormonpräparate zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden können Migräneanfälle auslösen. Andererseits berichten während einer Schwangerschaft mehr als die Hälfte der Migräne-Patientinnen, dass die Anfälle oft völlig ausbleiben oder zurückgehen. Auch in den Wechseljahren (Klimakterium) können Sie in ihrer Häufigkeit abnehmen.

Nahrungsmittel

Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade oder Käse. Dabei ist aber noch nicht klar, ob diese tatsächlich eine Migräneattacke auslösen können.

Auch Alkohol (insbesondere Rotwein), aus der asiatischen Küche bekannte Geschmacksverstärker (z.B. Glutamat) sowie Schwankungen des Koffeinspiegels können als Migräne-Trigger nicht ausgeschlossen werden.

Kombination

Die Auslöser einer Migräne sind individuell sehr unterschiedlich. Meist führen erst mehrere Triggerfaktoren zusammen zu einer Migräneattacke. Dies erklärt auch, warum ein Faktor allein nicht jedes Mal als Migräne-Auslöser erkennbar ist. Es gibt aber auch Migräneanfälle, die sich ohne erkennbare oder erklärbare äußere Einflüsse bemerkbar machen.



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