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Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Migräne & Kopfschmerzen
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Stand: 15. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Tritt bei der Migräne keine Besserung ein, so kann der Arzt als zweite oder dritte Wahl nach den Triptanen die sogenannten Mutterkornalkaloide verschreiben, zum Beispiel Ergotamin. Heute werden Mutterkornalkaloide nicht mehr empfohlen, höchstens noch bei sehr langen Migräneattacken oder wenn die Kopfschmerzen wiederholt hintereinander auftreten (multiplen "recurrences"). Wer allerdings bislang erfolgreich damit behandelt wurde und sie gut verträgt, sollte sie nicht absetzen.
| Nehmen Sie Schmerzmittel (Analgetika) nicht längere Zeit ohne ärztliche Kontrolle ein. Wenn Sie häufig Kopfschmerzen haben, lassen sie die Ursachen von einem Arzt abklären. Für alle Präparate (Analgetika, Triptane, Ergotamine) gilt: Die Einnahme darf nicht häufiger als zehnmal im Monat oder an mehr als drei Tagen hintereinander erfolgen, sonst besteht die Gefahr eines durch Medikamente ausgelösten Kopfschmerzes. |
Weder die genannten Schmerzmittel noch die Mutterkornalkaloide eignen sich für eine Therapie im krankheitsfreien Intervall, da eine Dauereinnahme zum Dauerkopfschmerz sowie zu Magenunverträglichkeiten führen kann. Wer Mutterkornalkaloide länger oder dauerhaft einnimmt, setzt sich außerdem der Gefahr des Ergotismus aus. Dabei handelt es sich um eine Vergiftung mit Mutterkornalkaloiden, die unter anderem zu Durchblutungsstörungen bis hin zum Gefäßverschluss und damit verbundenen Taubheitsgefühlen in den Armen und Beinen führt.
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