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Migräne

Migräne: Therapie

Stand: 15. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Besteht eine Migräne über Jahre, ist eine erfolgreiche Therapie meist nicht in kurzer Zeit zu erreichen. Langfristig verspricht eine Kombination von medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen am ehesten Erfolg. Die Art der Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Migräne; eine vollständige Heilung ist aber nicht möglich. Bei der Migräne-Therapie geht es letztlich darum, die Symptome zu lindern und weitere Migräneanfälle zu vermeiden.

Bei einer Migräneattacke helfen kalte Kompressen (z.B. Migränebrille), ein erholsamer Schlaf sowie der Rückzug in einen abgedunkelten, ruhigen Raum, um optische oder akustische Reize weitestgehend auszuschließen. Langfristig kann man versuchen, die persönlichen Triggerfaktoren zu beeinflussen: Je nach den individuellen Auslösern, kann das zum Beispiel ein Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel wie Käse, Schokolade, Alkohol und Glutamat, ebenso wie ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus sowie das Training bestimmter Methoden der Stressbewältigung sein.

Bei der Therapie der Migräne lässt sich zwischen der Therapie des Migräneanfalls und der Migräne-Prophylaxe, also einer vorbeugenden Behandlung im sogenannten krankheitsfreien Intervall unterscheiden.

Selbstmedikation bei leichten bis mittelschweren Migräne-Kopfschmerzen

Eine Selbstmedikation empfiehlt sich bei leichter bis mittelschwerer Migräne. Verschiedene Schmerzmittel (sog. Analgetika) sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen. Besonders wirksam sind auch Kombinationspräparate aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Diese Zusammensetzung ist wirksamer als die Kombination ohne Koffein und auch wirksamer als die Einzelsubstanzen.

Treten neben Kopfschmerzen weitere Symptome auf, ist es ratsam, zur Migräne-Therapie einen Arzt aufzusuchen. Dieser verschreibt beispielsweise bei Schwindel und Übelkeit ein sogenanntes Antiemetikum. Dieses bewirkt auch, dass die Analgetika, also die eigentlichen Schmerzmittel, besser vom Körper aufgenommen werden und besser wirken können. Zum einen fördern Antiemetika, dass die Medikamente schneller aus dem Magen in den Darm gelangen, wo sie aufgenommen werden und damit wirken können. Zum anderen vermeiden sie, dass die Schmerzmittel erbrochen werden. Die Schmerzmittel sollten Betroffene deshalb etwa 15 bis 20 Minuten nach dem Antiemetikum einnehmen..

Weiterlesen: Migräne: Therapie – Triptane

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