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Migräne

Migräne: Diagnose

Stand: 15. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Verdacht auf Migräne stellt der Arzt die Diagnose anhand:

  1. Anamnese (Erhebung der Krankheitsgeschichte)
  2. Beschreibung der Kopfschmerzattacke
  3. Körperlich-neurologische Untersuchungen

Beschreibung der Kopfschmerzattacke

Um bei Migräne eine genaue Diagnose zu stellen zu können, benötigt der Arzt im Anschluss an die Anamnese eine genaue Beschreibung der Beschwerden, die bei einer Kopfschmerzattacke auftreten. Eine Checkliste mit notierten Symptomen und möglichen Fragen dient hier als gute Orientierung, um sich auf das Arztgespräch vorzubereiten. Zusammen mit dem Arzt können die einzelnen Punkte dann besprochen werden. Der Arzt kann die Migräne-Diagnose dann anhand der verschiedenen Kriterien stellen.

Das Bild zeigt eine Checkliste zur Diagnose von Mmigräne

Körperlich-neurologische Untersuchungen

Bei Migräne zieht der Arzt außerdem körperliche neurologische Untersuchungen heran, um die Diagnose zu sichern. Dabei achtet er zum Beispiel darauf, ob die Hirnnerven richtig funktionieren, ob die Sehfähigkeit ungewöhnlich eingeschränkt ist oder ob Gefühlsstörungen wie Kribbeln in den Händen oder Füßen auftreten. Außerdem prüft er, ob der Betroffene Probleme mit der Halswirbelsäule, den Zähnen oder dem Kiefer hat – denn auch sie können Kopfschmerzen verursachen. Im Zusammenhang mit dem Beschwerdebild sind zur Migräne-Diagnose meist keine weiteren Untersuchungen erforderlich.

Kann der Arzt die Migräne-Diagnose noch nicht sicher stellen, veranlasst er weitere Untersuchungen, um andere Erkrankungen auszuschließen. Ein Elektroenzephalogramm (EEG) kann bei Personen mit Migräne verändert sein, ohne dass die Veränderungen sicher auf eine Migräne schließen lassen.

Bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) zeigen in der Regel bei der Migräne keine Auffälligkeiten. Diese Untersuchungen setzt der Arzt teilweise dann ein, wenn Kopfschmerzen erstmalig auftreten oder sich die bisherige Kopfschmerz-Symptomatik wesentlich ändert. Da neu aufgetretene Kopfschmerzen vielfältige Ursachen haben können, ist es wichtig, die Auslöser zu erkennen.

Andere Kopfschmerzformen wie Spannungskopfschmerz, Kombinationskopfschmerz (tägliche Kopfschmerzen vom Spannungstyp, die von Migräneattacken überlagert werden), Schmerzmittel-Kopfschmerz oder Cluster-Kopfschmerz grenzt der Arzt bei der Diagnose von einer Migräne ab. Auch schließt er symptomatische Kopfschmerz-Ursachen aus, wie beispielsweise Tumoren, Blutungen, Entzündungen oder Verletzungen im Kopfbereich.

Weiterlesen: Migräne: Therapie

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