Metabolisches Syndrom: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. März 2015)

Ein metabolisches Syndrom kann unterschiedliche Ursachen haben. Wesentliche Komponente ist ein zu hohes Körpergewicht. Mit dem Übergewicht sind die weiteren Merkmale des metabolischen Syndroms meist eng verknüpft.

Lebensgewohnheiten wie zu wenig Bewegung – also ein eher geringer Energieverbrauch – oder zu fettiges beziehungsweise kalorienhaltiges Essen begünstigen, dass Übergewicht entsteht. Nimmt eine Person über längere Zeit mehr Energie (Kalorien) auf, als sie verbraucht, bezeichnet man dies als positive Energiebilanz. Die Folge: Das Plus an Energie lagert sich in Form von Fettpolstern ab, der Körper legt Reserven an.

Kennzeichen des metabolischen Syndroms ist das bauchbetonte Übergewicht ("Apfelform" des Körpers), von Experten "abdominelle Adipositas" genannt. Mit dem Übergewicht verändert sich der Stoffwechsel des Menschen. Der Körper bekommt Probleme, den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen – eine sogenannte Insulinresistenz entwickelt sich und der Blutzuckerwert steigt. Zu viel Zucker im Blut schädigt die Gefäße und führt auf lange Sicht zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Man sieht eine Frau, die in einer Hand ein Stück Kuchen hält, in der anderen einen Apfel. © Jupiterimages/Wavebreak Media

Ernährung und metabolisches Syndrom hängen eng zusammen.

Auch die Konzentration der Fette im Blut hängt mit Ernährung, Bewegung und Übergewicht zusammen. Aber auch der Körper selbst gibt – bedingt durch die individuellen Erbanlagen – in gewissen Grenzen vor, wie hoch die Fettwerte sind.

Vierter Bestandteil des metabolischen Syndroms ist Bluthochdruck (Hypertonie). Für ihn kommen verschiedene Auslöser infrage – oftmals lässt sich keine exakte Ursache ermitteln. In vielen Fällen gilt aber: Je schwerer ein Mensch ist, desto höher steigt in der Regel auch sein Blutdruck. Ein zu hohes Körpergewicht spielt daher auch für die Blutdruckwerte eine Rolle.

Auch die Gene können zur Entwicklung eines metabolischen Syndroms und der damit verbundenen Krankheiten beitragen: Eltern mit Diabetes Typ 2 vererben die Krankheit mit fünfzigprozentiger Wahrscheinlichkeit an ihre Kinder. Das heißt, dass statistisch eines von zwei Kindern solcher Eltern die Anlage für einen Diabetes mellitus Typ 2 vererbt bekommt.


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