Metabolisches Syndrom: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. März 2015)

Wer ein metabolisches Syndrom hat, sollte beginnen, die damit verbundenen Risikofaktoren zu reduzieren. So lässt sich das Risiko für Diabetes und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems senken. Besteht bereits eine dieser Krankheiten, ermöglicht eine Behandlung, das Risiko für weitere, schwerere Folgekrankheiten zu verringern und das Fortschreiten der bestehenden Erkrankungen zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten.

Wichtiger Ansatzpunkt ist das Übergewicht: Ein metabolisches Syndrom benötigt eine Behandlung, die die Ernährung und den meist bestehenden Bewegungsmangel angeht. Kernelemente sind Sport, eine Ernährungsumstellung, der Verzicht aufs Rauchen und Stressabbau. Alkohol sollten Betroffene nur in geringen Mengen konsumieren.

Eine sogenannte negative Energiebilanz hilft dabei, das Übergewicht abzubauen: Der Betroffene muss über längere Zeit mehr Energie verbrauchen, als er mit der Nahrung aufnimmt. Dies gilt unabhängig davon, was und wann er isst.

Das Bild zeigt zwei Frauen, die walken. © Jupiterimages/Stockbyte

Metabolisches Syndrom: Sport ist ein wichtiger Teil der Behandlung.

Wer abnehmen oder Übergewicht vorbeugen will, fährt in der Regel mit einer Doppelstrategie am besten:

  • Einerseits gilt es, sich gesund und ausgewogen zu ernähren,
  • andererseits fördern Sport und Bewegung neben dem Energieverbrauch das Wohlbefinden und tun Herz und Gefäßen gut.

Essen Sie viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte – sie enthalten reichlich gesunde Nährstoffe und Ballaststoffe und sättigen bei verhältnismäßig geringem Kaloriengehalt.

Ein metabolisches Syndrom erfordert eine Ernährung, bei der pro Tag mindestens 500 Kilokalorien weniger aufgenommen als verbraucht werden. Dies ist wichtig, um die bei verminderter Nahrungsaufnahme einsetzende Reaktion des Stoffwechsels auszugleichen: Dieser beantwortet die Diät mit einem Sparprogramm – er fährt den Energieverbrauch herunter. Um nicht bei null herauszukommen, muss der Betroffene diesen Effekt auffangen und täglich zumindest den Betrag von 500 Kilokalorien "sparen".

Das Bild zeigt viele Gabeln, auf denen diverse Gemüse aufgespiesst sind. © Jupiterimages/iStockphoto

Die Ernährung spielt bei der Behandlung eine wichtige Rolle.

Setzt der Gewichtsverlust ein, sinkt in aller Regel auch der Blutdruck und die Fettwerte im Blut verbessern sich. Zudem profitiert der Zuckerhaushalt: Die Zellen werden empfindlicher für das Hormon Insulin und nehmen den Zucker besser aus dem Blut auf – der Blutzuckerspiegel sinkt.

Gegen den hohen Blutdruck, die ungünstigen Fettwerte und die erhöhte Zuckerkonzentration im Blut (ggf. Diabetes Typ 2) helfen im Bedarfsfall Medikamente, wenn sich mit der Ernährungsumstellung und der sportlichen Betätigung keine ausreichenden Ergebnisse erzielen lassen. Sie kann der Betroffene nach erfolgreicher Gewichtsabnahme in Rücksprache mit dem Arzt eventuell geringer dosieren oder wieder ganz absetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass von den Werten kein Risiko mehr für die Gefäße und somit für Herz, Hirn, Nieren und andere Organe ausgeht.

Es braucht ein wenig Geduld und Ausdauer, um ein bestehendes metabolisches Syndrom in den Griff zu bekommen. Die Behandlung entspricht zumeist einer langfristigen Umstellung bisheriger Gewohnheiten. Auch wenn es anfangs schwer fallen mag: Wer regelmäßig und bewusst daran arbeitet, kann Folgeerkrankungen aktiv vorbeugen!


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