Metabolisches Syndrom: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. März 2015)

Die Diagnose "metabolisches Syndrom" lässt sich ohne größeren Aufwand stellen: Ein Gespräch, eine körperliche Untersuchung mit Messung des Blutdrucks und eine Blutabnahme reichen in der Regel aus. Der Arzt fragt den Betroffenen nach seiner Vorgeschichte (Anamnese) und erkundigt sich nach eventuell bestehenden Beschwerden und Krankheiten.

Zudem wird der Betroffene gewogen, sein Bauchumfang gemessen und sein Body-Mass-Index (BMI) und der Blutdruck ermittelt. Durch die Blutentnahme lässt sich die Konzentration der Fette und des Zuckers im Blut bestimmen (meist Nüchternwerte).

Eventuell ist zusätzlich ein Test auf Diabetes beziehungsweise eine gestörte Zuckerverwertung nötig: der sogenannte Glukosetoleranztest. Er ermittelt, wie schnell der Körper mit der Nahrung (Zuckerlösung) zugeführte Glukose vom Blut in die Körperzellen transportiert. Dieser Test wird allerdings nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt, in der Regel ist die Blutzuckermessung jedoch für die Diagnose ausreichend. 

Zudem wird der Arzt fragen, ob man bereits Medikamente gegen zu hohen Blutdruck, Diabetes oder einen gestörten Fettstoffwechsel nimmt. Trifft dies zu, liegt meist eine der Komponenten des metabolischen Syndroms vor, die bereits behandelt wird.

Das Bild zeigt eine Blutdruckmessung. © Jupiterimages/Hemera

Die Diagnose ergibt sich aus unterschiedlichen Messwerten, zum Beispiel dem des Blutdrucks.

Unter Wissenschaftlern ist die Bezeichnung und Definition als metabolisches Syndrom durchaus umstritten. Es existieren unterschiedliche Angaben, welche und wie viele Kriterien erfüllt sein müssen, um von einem metabolischen Syndrom sprechen zu können. Mediziner diskutieren fortwährend darüber, warum nicht weitere oder andere Merkmale herangezogen werden (z. B. das Alter), um ein metabolisches Syndrom zu definieren. Solange keine Klarheit herrscht, erfolgt die Diagnose anhand einer der derzeit gültigen Definitionen.


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