Anzeige

Anzeige

Merkelzellkarzinom

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (18. Januar 2017)

© iStock

Das Merkelzellkarzinom ist eine seltene, aber aggressive und schnell wachsende Form von Hautkrebs, die in der Regel erst in fortgeschrittenem Lebensalter (über 60 Jahre) auftritt.

Das Merkelzellkarzinom geht aus den sogenannten Merkelzellen hervor. Darunter versteht man eine spezielle Form von Sinneszellen, die in der Haut liegen und Druckreize wahrnehmen können. Auf der Haut zeigt sich das Merkelzellkarzinom meist entweder als hautfarbenes oder als bläulich-rotes Knötchen. Schmerzen treten dabei normalerweise nicht auf. Ein Merkelzellkarzinom bildet sich häufig im Gesicht, auf dem Kopf oder Nacken.

Wahrscheinlich spielt eine Infektion mit dem sogenannten Merkelzell-Polyomavirus eine Rolle bei der Entstehung des Merkelzellkarzinoms. Daneben gibt es jedoch auch andere Faktoren, die einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko haben, wie zum Beispiel:

Je früher ein Merkelzellkarzinom behandelt wird, desto günstiger sind die Heilungsaussichten. Eine rasche Behandlung ist vor allem deshalb so wichtig, weil das Merkelzellkarzinom im Vergleich zu anderen Krebsarten schnell Metastasen bildet – was die Therapie erschweren kann. Der Früherkennung von Hautkrebs kommt hier deshalb eine große Bedeutung zu.

Die Therapie des Merkelzellkarzinoms kann sich abhängig davon unterscheiden, wie groß der Hauttumor ist und ob sich bereits Metastasen gebildet haben. In der Regel wird der Arzt den Tumor jedoch chirurgisch entfernen und beim Herausschneiden etwa zwei bis drei Zentimeter Abstand halten, damit möglichst keine Zellreste des Tumors in der Haut verbleiben. Um sicherzugehen, kommt bei der betroffenen Stelle zudem meist auch eine Strahlentherapie zum Einsatz. Sollte das Merkelzellkarzinom bereits in andere Körperbereiche gestreut haben, kann eine Chemotherapie erforderlich werden.

Anzeige

Schon gewusst?
Andere Bezeichnungen für das Merkelzellkarzinom lauten trabekuläres Karzinom oder neuroendokrines Karzinom der Haut.

Anzeige



Anzeige