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Meningitis (Hirnhautentzündung)
Meningitis (Hirnhautentzündung)Meningitis (Hirnhautentzündung): UrsachenStand: 16. September 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die häufigste Ursache der bakteriellen Meningitis (Hirnhautentzündung) ist eine Infektion mit bestimmten Bakterien, meist mit
Diese Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Niesen oder Husten, von Mensch zu Mensch übertragen. Sie verursachen meist eine unkomplizierte und harmlose Entzündung der oberen Atemwege. Seitdem es jedoch die Impfung gegen Haemophilus influenzae in Deutschland gibt, verursachen vor allem Meningokokken eine bakterielle Hirnhautentzündung. Einen Sonderfall stellen Meningitis-Erkrankungen bei Neugeborenen dar. Hier führen eher andere Erreger zu einer Hirnhautentzündung, vor allem:
Meningokokken (Neisseria meningitidis)Meningokokken (Neisseria meningitidis) findet man ausschließlich beim Menschen. Die Bakterien siedeln sich vor allem in der Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raums und des Genitalbereichs an, ohne dort zwangsläufig Krankheitssymptome auszulösen. Meningokokken können neben einer Meningitis auch Krankheitsbilder mit milderen Symptomen wie leichtem Fieber und Gelenkschmerzen verursachen. Meningokokken-Infektionen treten weltweit auf. Neben dem Vorkommen im europäischen Raum treten sie besonders häufig im sogenannten Meningokokken-Gürtel oder Meningitis-Gürtel auf, der sich in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara von Burkina Faso im Westen über Nigeria und Tschad bis nach Äthiopien im Osten erstreckt. Meningokokken sind von einer Kapsel umgeben. Auf dieser Kapsel befinden sich bestimmte Zuckerreste (sog. Polysaccharide). Die Zuckerreste der Kapsel bestimmen, welche Antikörper des Immunsystems an die einzelnen Erreger binden und sind so für die Einteilung der Meningokokken in verschiedene sogenannte Serogruppen verantwortlich. Als Serogruppen bezeichnet Wissenschaftler verschiedene Untergruppen einer Bakterienspezies. Die wichtigsten Serogruppen bei den Meningokokken sind die Gruppen A, B, C, W, X, Y und Z. Für Epidemien typisch sind die Serogruppen A, B und C. In Deutschland führen jedoch vor allem die Serogruppen B und C zu Erkrankungen. Innerhalb der Serogruppen unterscheidet man weitere Untergruppen anhand bestimmter Oberflächeneiweiße: die sogenannten Serotypen (z.B. Serotyp 2 der Serogruppe A). Die verschiedenen Serogruppen sind besonders im Hinblick auf die Entwicklung wirksamer Impfstoffe von Bedeutung, da die Schutzimpfung immer nur für bestimmte Gruppen von Meningokokken wirksam ist. So gibt es sowohl eine Meningokokken-Impfung speziell für die gefährliche Gruppe C sowie eine kombinierte Impfungen gegen die Serogruppen A und C beziehungsweise A, C, W135 und Y. Eine Schutzimpfung gegen die Meningokokken der Gruppe B befindet sich hingegen noch in der Entwicklung. Weiterlesen: Meningitis (Hirnhautentzündung): Ursachen – Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) Das könnte Sie auch interessieren
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