Meningeom

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2016)

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Ein Meningeom ist ein meist gutartiger, langsam wachsender Tumor, der von den Häuten (Meningen) des Gehirns oder des Rückenmarks ausgeht.

Vorwiegend erkranken ältere Menschen an Meningeomen, insbesondere im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Bei jedem vierten Tumor des zentralen Nervensystems handelt es sich um ein Meningeom. Es ist der häufigste Tumor im Schädelinneren.

Mehr als 85 von 100 Meningeomen gehören nach der WHO-Klassifikation der Hirntumoren zum Typ I, das heißt sie wachsen sehr langsam und bleiben lange ohne Symptome. 10 von 100 Meningeomen lassen sich dem WHO-Grad II zuordnen. Ein Meningeom aus dieser Gruppe heißt atypisches Meningeom.

Einen bösartigen Verlauf haben dagegen die seltenen Meningeom-Typen nach WHO III. Mediziner verwenden für diese Tumoren dann den Begriff anaplastische Meningeome.

Nur diese seltenen bösartigen Meningeom-Varianten können streuen, die anderen Meningeom-Formen bilden keine Tochtergeschwulste (Metastasen).

Ein Meningeom bleibt oft unbemerkt, da es sehr langsam wächst und – vor allem im Anfangsstadium – keine Beschwerden verursacht. Je größer der Tumor wird, desto wahrscheinlicher sind Beschwerden. Abhängig davon, auf welche Hirngebiete das wachsende Meningeom nach und nach drückt, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

Besteht der Verdacht auf einen Tumor im Schädel, sind bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) wichtig. Auf den entsprechenden Bildern kann der Arzt erkennen, ob ein Meningeom als Ursache für die Beschwerden infrage kommt.

Die Therapie richtet sich nach folgenden Tumoreigenschaften:

  • Meningeom-Typ
  • Tumorgröße
  • Lokalisation (Bereich, in dem sich das Meningeom befindet)
  • Tumorwachstum

Außerdem spielen auch Beschwerden und der allgemeine Gesundheitszustand des Betroffenen eine Rolle. Gutartige Tumoren, die so klein sind, dass sie noch keine Beschwerden hervorrufen, werden regelmäßig kontrolliert. Wenn der Betroffene typische Symptome zeigt, ist eine Operation das geeignete Therapieverfahren. Der Neurochirurg versucht dabei, das Meningeom vollständig zu entfernen. Gehört der Tumor zur bösartigen Meningeom-Sorte, dann ist auch eine Bestrahlung angebracht. Da diese bösartigen Varianten die Ausnahme sind, ist die Prognose von Meningeomen im Allgemeinen gut.


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