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MeningeomMeningeom: DefinitionStand: 26. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das Meningeom ist im Allgemeinen ein langsam wachsender, gutartiger Tumor, der von den Hirnhäuten des Zentralen Nervensystems (ZNS) ausgeht. Die Bezeichnung Meningeom leitet sich daher vom medizinischen Fachbegriff "Meningen" für Hirnhäute ab. Die Hirnhäute überziehen wie Schutzhüllen das Rückenmark, das Gehirn ("weiche Hirnhaut") und kleiden die Schädelhöhle aus ("harte Hirnhaut"). Meist liegen Meningeome der harten Hirnhaut von innen an und können zum Beispiel auch im Rückenmarkskanal wachsen. Umgeben von einer Kapsel verdrängen sie durch ihr Wachstum langsam das benachbarte Gewebe, ohne in dieses einzudringen beziehungsweise Tochtergeschwulste (Metastasen) zu bilden. Bösartige Meningeom-Varianten, die Metastasen bilden, sind hingegen sehr selten. Da Meningeome in der Regel gutartig sind und langsam wachsen, entwickeln nur wenige Erkrankte Krankheitssymptome – und diese oft erst nach Jahren. Das Meningeom ist deshalb häufig ein Zufallsbefund, der im Rahmen anderer Untersuchungen auffällt. Unter dem Mikroskop lassen sich verschiedene Meningeom-Typen unterscheiden. Für die Prognose ist die Tumoreinteilung ("Grading") von Bedeutung: Mehr als 85 Prozent der Meningeome gehören nach der WHO-Klassifikation der Hirntumoren zum Typ I, das heißt sie wachsen sehr langsam und bleiben lange ohne Symptome. 10 Prozent der Meningeome lassen sich dem WHO-Grad II zuordnen. Ein Meningeom aus dieser Gruppe heißt auch atypisches Meningeom. Einen bösartigen Verlauf haben dagegen die seltenen Meningeom-Typen nach WHO III. Mediziner verwenden für diese Tumoren dann den Begriff anaplastische Meningeome. Neben einem einzelnen Meningeom können auch mehrere Herde ("Meningeomatose") oder ein diffuses Wachstum auftreten. Bei Patienten mit mehreren Tumorherden liegt zusätzlich oft eine Erbkrankheit vor: die Neurofibromatose Typ 2 (Morbus Recklinghausen), die gut- und bösartige Tumoren hervorrufen kann. HäufigkeitDas Meningeom zählt zu den häufigen Hirntumoren. Bei Frauen, die ungefähr doppelt so häufig an einem Meningeom erkranken, handelt es sich bei etwa 30 Prozent aller Geschwulste im Schädelinneren um diesen Tumor. Jährlich erkranken etwa 6 von 100.000 Einwohnern. Mit dem Alter steigt das Risiko, an einem Meningeom zu erkranken. Meningeome treten vor allem ab dem 50. Lebensjahr auf. Weiterlesen: Meningeom: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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