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Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
Forum Chronische Schmerzen
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Stand: 29. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz (Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch) entsteht durch einen Teufelskreis, dessen Ursachen Kopfschmerzen und dagegen im Übermaß eingenommene Schmerzmittel sind (wobei die Betroffenen die Angaben der Packungsbeilage bezüglich der Höchstdosis außer Acht lassen): Der schon bestehende Kopfschmerz führt dazu, dass die Betroffenen bei medikamenteninduziertem Kopfschmerz erneut zu Schmerzmitteln greifen oder die Dosis erhöhen. Aus Angst vor weiteren Schmerzattacken und/oder Arbeitsunfähigkeit betreiben sie unwissentlich Medikamentenmissbrauch. Es entsteht ein Suchtverhalten, das letztendlich zu einem Dauerkopfschmerz führt.
Voraussetzung für die Entstehung medikamenteninduzierter Kopfschmerzen ist, dass ein primärer Kopfschmerz besteht – typischerweise in Form von Migräne und/oder Spannungskopfschmerzen. Ein Clusterkopfschmerz führt auch bei häufiger Einnahme schmerzstillender Medikamente nur in Einzelfällen zu Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch. Gegen Rheuma oder nach einem Schlaganfall eingenommene Schmerzmittel gelten nicht als Ursachen für medikamenteninduzierte Kopfschmerzen.
Warum manche Menschen Kopfschmerzen durch Schmerzmittel entwickeln, andere jedoch nicht, ist letztendlich nicht bekannt. Da ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz in den meisten Fällen aus einer Migräne oder aus Spannungskopfschmerzen entsteht, kommen für Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch erbliche Veranlagungen als Ursachen infrage.
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