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Medikamenten­induzierter Kopfschmerz (Kopfschmerzen durch Schmerzmittel­übergebrauch): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. April 2013)

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz (Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch) ist eine Diagnose, die in der Regel leicht zu stellen ist: Meist reichen die genauen Angaben der Betroffenen, um herauszufinden, ob ein schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz vorliegt. Um die Diagnose zu erleichtern, führt jeder, der häufig Kopfschmerzen hat, daher am besten ein Kopfschmerztagebuch. Dazu sind über mehrere Wochen hinweg unter anderem folgende Angaben in einen Kalender einzutragen:

  • Schweregrad, Dauer und örtliche Eingrenzung der Kopfschmerzen
  • Begleitsymptome der Kopfschmerzen (wie Augenflimmern, Übelkeit)
  • besondere, nicht alltägliche Vorkommnisse (wie Stress, Aufregung, Diät, veränderte Schlafzeiten)
  • eingenommene Medikamente (welche, wie viel, wie oft)

Allein diese Angaben liefern bei Dauerkopfschmerzen wichtige Hinweise zu deren möglicher Ursache: Zum einen entsteht ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz meist aus einer Migräne und/oder einem Spannungskopfschmerz – für deren Diagnose bietet das Kopfschmerztagebuch eine gute Orientierung. Zum anderen kann der Arzt mithilfe des Tagebuchs prüfen, ob die Kopfschmerzen durch die angegebenen Schmerzmittel überhaupt entstanden sein können: Nur wenn die Einnahmen der Kopfschmerzmittel über drei Monate an mehr als 10 bis 15 Tagen pro Monat (je nach Wirkstoff) erfolgte und mindestens 15 Tage im Monat anhaltende Kopfschmerzen bestehen, kann der Arzt Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch diagnostizieren.

Besteht der Verdacht, dass ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz vorliegt, folgen zur weiteren Diagnose eine allgemeine und neurologische Untersuchung. Außerdem nimmt der Arzt Blut ab, um anhand der Laborwerte zu prüfen, ob die Medikamente die Leber oder die Nieren schädigen beziehungsweise schon geschädigt haben.






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