Startseite > Krankheiten > Medikamenteninduzierter Kopfschmerz (Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch) > Definition
Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
Forum Chronische Schmerzen
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Stand: 29. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz (Kopfschmerzen durch Schmerzmittelübergebrauch) liegt per Definition dann vor, wenn an mindestens 15 Tagen pro Monat chronische Kopfschmerzen auftreten, nachdem man über drei Monate oder länger an mehr als 10 bis 15 Tagen pro Monat (je nach Präparat) schmerzstillende Medikamente eingenommen hat.
Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen sind sogenannte sekundäre Kopfschmerzen, also keine eigenständige Krankheit wie Migräne oder der Spannungskopfschmerz, die man als primäre Kopfschmerzen bezeichnet und die als Voraussetzung dafür bestehen müssen, dass ein medikamenteninduzierter beziehungsweise schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz überhaupt entstehen kann. Abhängig davon, welche Kopfschmerzen ursprünglich (primär) vorlagen, unterteilt man den Medikamentenübergebrauchskopfschmerz in drei Arten:
Chronifiziert bedeutet, dass die ursprünglich nur gelegentlichen Kopfschmerzen immer häufiger – schließlich öfter als 15 Tage im Monat – auftreten. Menschen, deren primäre Kopfschmerzen in Form von Migräne auftraten, können zusätzlich zu den (durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten entstandenen) Dauerkopfschmerzen weiterhin Migräneattacken bekommen. Bei Menschen, deren medikamenteninduzierter Kopfschmerz aus Spannungskopfschmerzen entstand, gelingt es häufig erst nach dem Medikamentenentzug, die Art des vorliegenden Kopfschmerzes zu bestimmen.
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