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Maul- und Klauenseuche (MKS)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Mai 2015)

© Jupiterimages/BananaStock

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine Virusinfektion bei Nutztieren wie Rindern und Schweinen. Während sie für Menschen normalerweise ungefährlich ist, verbreitet die MKS sich gerade bei Klauentieren wie Schafen, Schweinen, Rindern und Ziegen sehr schnell. Auch Wildtiere wie Rehe und Büffel können sich mit der Maul- und Klauenseuche anstecken.

Auslöser der Maul- und Klauenseuche sind die sogenannten MKS-Viren: Die infizierten Tiere entwickeln Bläschen (sog. Aphthen) an Lippen und Zahnfleisch sowie nussgroße Blasen an den Klauen; bei Milchtieren sind auch die Euter und Zitzen betroffen. Die MKS-Viren verbreiten sich auf verschiedenen Wegen, zum Beispiel:

  • direkt von Tier zu Tier
  • über verunreinigtes Futter oder Wasser
  • über die Luft
  • durch Überträgertiere (z.B. Ratten)
  • über Haut und Kleidung von Menschen

Für Tiere ist die Maul- und Klauenseuche sehr schmerzhaft. Bei erwachsenen Tieren kann sie gutartig verlaufen, für Jungtiere ist sie oft tödlich. Eine wirksame Therapie, die die Ursachen – also die Viren – bekämpft, steht nicht zur Verfügung.

Die Maul- und Klauenseuche gilt wirtschaftlich neben dem Rinderwahn (BSE) als die verheerendste Tiererkrankung überhaupt: Sie kann bei Klauentieren unkontrollierbare Seuchenzüge verursachen – zuletzt im Jahr 2001 in Großbritannien, wo man im Zuge des Ausbruchs Hunderttausende Tiere verbrannte.

Die Maul- und Klauenseuche ist eine zwischen Tier und Mensch übertragbare Krankheit (sog. Zoonose), stellt jedoch für den Menschen keine gesundheitliche Bedrohung dar. Nur in sehr seltenen Fällen überträgt sich die Maul- und Klauenseuche auf den Menschen (z.B. auf Melker, Schlachter oder Tierärzte). Bei ihnen löst die Infektion keine oder nur sehr milde Symptome aus.

Die Maul- und Klauenseuche ist nach dem Tierseuchengesetz und der MKS-Verordnung anzeigepflichtig: Bereits den Verdacht auf eine mögliche Maul- und Klauenseuche muss der Landwirt dem zuständigen Landkreis oder Veterinäramt melden. Der Zweck dieser Anzeigepflicht besteht darin, einen Ausbruch frühzeitig zu erkennen und erfolgreich bekämpfen zu können, bevor sich die Tierseuche ausbreitet.



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