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Mastopathie

Stand: 18. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Mastopathie ist eine häufige, gutartige Veränderung des Drüsengewebes der Brust: Bei mehr als der Hälfte aller Frauen entwickelt sich eine solche Umbildung der Brustdrüse – in der Regel geschieht dies während der Geschlechtsreife bis zum Beginn der Wechseljahre.

Je nach Art der Gewebeveränderungen lassen sich verschiedene Formen von Mastopathie unterscheiden:

  • Die fibröse Mastopathie (Mastopathia fibrosa) ist dadurch gekennzeichnet, dass sich anstelle der feinen Gewebsschicht, die die Drüsengänge nach innen auskleidet (Epithel), glasartiges Bindegewebe findet,
  • typisch für die fibrozystische Mastopathie (Mastopathia fibrosa cystica) sind eine Vermehrung der Bindegewebes und erweiterte Drüsengänge,
  • die fibroadenomatöse Mathopathie (Mastopathia fibroadenomatosa) zeichnet sich durch Drüsengänge aus, die eine geschwulstartige Vermehrung der Drüsengewebszellen (adenomatöse Hyperplasie) zeigen und mit Blut, Eiter oder Sekret gefüllt sein können.

Die mit einer Mastopathie verbundenen Symptome reichen von zyklusabhängigen Schwellungen und Schmerzhaftigkeit der Brust (sog. Mastodynie) bis zur Bildung von Knoten und Zysten. Die Mastopathie ist durch Abtasten der Brust, Sonographie (Ultraschall) und Mammographie diagnostizierbar. In einigen Fällen ist es schwierig, die gutartige Mastopathie anhand ihres Erscheinungsbilds von Brustkrebs abzugrenzen, sodass eine Gewebeprobe (Biopsie) der Brust erforderlich ist.

Mithilfe dieser Probe lässt sich auch der Schweregrad der Veränderung des Brustdrüsengewebes bestimmen, nach dem man die Matopathie in drei Gruppen (Grad I bis III) unterteilt. Diese Einteilung ermöglicht es, das Brustkrebsrisiko der betroffenen Frauen einzuschätzen. Dabei stellt jedoch selbst eine hochgradig ausgeprägte Mastopathie keine echte Krebsvorstufe dar. Allerdings haben Frauen mit einer Mastopathie von Grad II oder III ein leicht höheres Risiko für Brustkrebs als solche ohne Mastopathie oder mit einer Grad-I-Mastopathie.

Eine Mastopathie erfordert meist keine Behandlung; manchmal ist es sinnvoll, störende oder verdächtige Knoten und Zysten zu entfernen und mit Medikamenten die Schmerzen in der Brust zu lindern. Da eine schwere Mastopathie das Risiko für Brustkrebs leicht erhöht, ist es wichtig, Veränderungen in der Brust regelmäßig zu überwachen und zu kontrollieren.

Weiterlesen: Mastopathie: Definition

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