Mastopathie: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Mai 2015)

Bei einer Mastopathie zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, die durch die Veränderungen des Brustdrüsengewebes entstehenden Beschwerden zu lindern. Da ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt für die Mastopathie verantwortlich ist, besteht die Behandlung vor allem darin, den Östrogenüberschuss durch Gestagen auszugleichen. Die betroffenen Frauen nehmen hierfür zyklusabhängig vom 16. bis 25. Zyklustag ein Gestagenpräparat ein.

Gegen die bei einer Mastopathie auftretenden Spannungszustände und die immer wiederkehrenden zystischen Veränderungen der Brust kann möglicherweise ein Medikament helfen, das als sogenannter Prolaktinhemmer wirkt.

In manchen Fällen kann bei einer Mastopathie die Therapie auch darin bestehen, die Knoten in der Brust operativ zu entfernen – bei wiederkehrenden Knoten eventuell auch das Brustgewebe selbst (Mastektomie). Diese Maßnahme kommt besonders zur Behandlung von Frauen mit Mastopathie infrage, die sehr große Angst vor Brustkrebs haben und bei denen mehrere Risikofaktoren für eine Entartung der eigentlich gutartigen Brustveränderungen zusammentreffen.

Zu den Risikofaktoren für Brustkrebs zählen:

  • eine mehrfach durch Gewebeentnahmen gesicherte Mastopathie Grad III
  • eine schlechte mammographische Überwachbarkeit der Mastopathie
  • eine Häufung von Brustkrebsfällen in der Familie

Diese Risikofaktoren sind vor allem dann von Bedeutung, wenn sich die Mastopathie vor dem 40. Lebensjahr ausbildet.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst