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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 18. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer möglichen Mastopathie erfolgen zur Diagnose zunächst eine ausführliche Befragung der betroffenen Frauen und ein sorgfältiges Abtasten der Brüste. Um die knotigen Veränderungen genauer beurteilen zu können, ist bei allen Frauen mit einer Mastopathie eine Ultraschalluntersuchung der Brust ratsam. Auch bei einem anfänglich unauffälligen Befund ist zumindest einmal jährlich eine Kontrolle der Brust ratsam.
Bei einer Mastopathie erscheint der Drüsenkörper beim Betasten unregelmäßig, lässt sich jedoch sowohl unter der Haut als auch auf der Unterlage gut verschieben. Die Knoten in der Brust sind meist gut zu ertasten. Der Tastbefund ist dabei meist vor der Menstruation ausgeprägter als danach. Weil sich eine gutartige Veränderung durch den Tastbefund nicht immer von einem bösartigen Geschwür (Karzinom) unterscheiden lässt, sind zur Diagnose meist Gewebeproben (Biopsien) notwendig, um ein Karzinom ausschließen zu können.
Für die Diagnose einer Mastopathie ist auch eine Mammographie hilfreich, da sie weiteren Aufschluss über die ertasteten Auffälligkeiten geben kann. Kleinste Verkalkungsherde, sogenannte Mikroverkalkungen, sind häufig in der Mammographie erkennbar. Verstreute oder grüppchenweise angeordnete Mikroverkalkungen sind immer zu entfernen, da fast drei Viertel aller entarteten Gewebezellen solche Mikroverkalkungen aufweisen. Das entfernte Gewebe lässt sich dann mikroskopisch untersuchen. Liegen vereinzelte Zysten in der Brust vor, kann der Arzt diese punktieren. Der Inhalt dieser Zysten, das sogenannte Punktat, wird anschließend auf Zellveränderungen untersucht.
Tritt bei der Mastopathie auch Sekret aus der Brustwarze aus, folgen zusätzliche Untersuchungen. Zur weiteren Diagnose gehört es, das Sekret – ebenso wie das Punktat aus Zysten – auf seine Bestandteile zu untersuchen. In seltenen Fällen kann zum Beispiel eine aufplatzende Zyste in der Brust, die sich ins Milchgangsystem entleert hat, Ursache für solch einen Ausfluss aus der Brustwarze sein. Mithilfe der sogenannten Galaktographie kann der Arzt danach die Milchgänge radiologisch beurteilen. Hierzu spritzt er eine Flüssigkeit über die Brustwarze in die Milchgänge. Diese Flüssigkeit enthält Stoffe, die im Röntgenbild sichtbar sind und so eine Beurteilung des Milchgangsystems ermöglichen.
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