Mastitis puerperalis (Brustentzündung in der Stillzeit): Weiter stillen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Bei einer leichten (d.h. beginnenden, örtlich begrenzten) Mastitis puerperalis (Brustentzündung in der Stillzeit) kann die Mutter weiter stillen. Oft lässt sich die Brustentzündung durch häufiges, möglichst vollständiges Entleeren der Brust und mithilfe physikalischer Maßnahmen behandeln.

Es ist wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Bettruhe zu achten. Wenn nötig, verschreibt der Arzt Schmerzmittel und/oder Antibiotika.

Solange die Frau weiter stillt, muss gewährleistet sein, dass die Medikamente für den Säugling ungefährlich sind.

Abstillen

In schweren Fällen und bei einer fortgeschrittenen Mastitis puerperalis (Brustentzündung in der Stillzeit) kann das Abstillen erforderlich sein. Dies ist jedoch selten notwendig. In manchen Fällen setzen Ärzte dazu sogenannte Prolaktin-Hemmer ein (z.B. Bromocriptin, Lisurid, Cabergolin).

Behandlung von Abszessen

Schreitet eine Mastitis puerperalis (Brustentzündung in der Stillzeit) weiter fort, kann sich im ungünstigsten Fall ein Abszess bilden. Auch bei einem Abszess ist ein Abstillen nicht zwingend erforderlich. Um den Abszess zu behandeln, öffnet der Arzt die abgekapselte Entzündung mit einem kleinen Hautschnitt und entleert den Eiter. Anschließend legt er eine sogenannte Drainage ein, über die das Wundsekret abfließen kann. Gleichzeitig ist zur Behandlung der Mastitis ein Antibiotikum notwendig.

Bilden sich bei einer Brustentzündung in der Stillzeit nur kleine Abszesse, die direkt unter der Haut oder an der Brustwarze liegen, kann der Arzt diese eventuell mit einer Nadel anstechen und über eine Spritze entleeren. Auch in diesem Fall verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.


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