Mastitis (Brustentzündung): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Mai 2016)

Bei einer Mastitis (Brustentzündung) gibt es keinen einheitlichen Verlauf. Tritt eine Brustentzündung zum ersten Mal auf, bildet sie sich oft von selbst zurück oder heilt unter der Behandlung rasch ab.

Manchmal bildet sich ein Abszess, der mit Eiter gefüllt ist. Wenn dieser Abszess nahe hinter der Brustwarze oder direkt unter der Haut liegt, kann er sich selber über das Gangsystem oder die Haut nach außen entleeren. Größere und tiefer liegende Abszesse muss der Arzt operativ öffnen und reinigen, da sich sonst Fisteln bilden können. Fisteln sind Verbindungen zur Haut oder zum Milchgangsystem, über die wiederum Bakterien in das Brustgewebe eindringen können.

Tritt die Brustentzündung außerhalb der Stillzeit auf (Mastitis non-puerperalis), kann sie sich in seltenen Fällen zu einer chronischen Krankheit entwickeln, die immer wieder auftritt. Daher ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig an einen Arzt wenden, wenn Sie bei sich Anzeichen einer Mastitis feststellen.

Vorbeugen

Es gibt keine Maßnahmen, die einer Mastitis (Brustentzündung) sicher vorbeugen. In der Zeit des Wochenbetts können Sie das Risiko, an einer Mastitis puerperalis zu erkranken, jedoch durch eine gute Stilltechnik senken:

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Kind es beim Stillen bequem haben.
  • Reinigen Sie Ihre Brustwarzen und deren Umgebung jedes Mal gründlich mit Wasser, bevor Sie Ihrem Kind die Brust geben.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den ganzen Warzenhof mit seinem Mund erfasst und kräftig saugt.
  • Lassen Sie Ihr Kind in den ersten drei Tagen des Wochenbetts nicht länger als fünf Minuten an jeder Brust saugen. Später können Sie die Anlegezeiten auf zehn bis 15 Minuten pro Brust verlängern.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind während des Stillens nicht mit der Brustwarze im Mund einschläft. Denn dabei können kleine Hautverletzungen in der Brustwarze entstehen, durch die Krankheitserreger in den Körper gelangen können.
  • Lassen Sie Ihre Brustwarzen nach dem Stillen an der Luft trocknen. Dadurch können Sie verhindern, dass sich kleine Risse in der Haut – sogenannte Schrunden oder Rhagaden – bilden, durch die Keime in den Körper eindringen können.

Bildet Ihre Brust nach dem Abstillen noch über längere Zeit Sekret, sollten Sie dies von Ihrem Frauenarzt abklären lassen.


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